Advanced Recycling: Von der Innovation zur praktischen Umsetzung
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Advanced Recycling: Von der Innovation zur praktischen Umsetzung
Die Advanced Recycling Conference 2026 beleuchtet Technologien, Märkte, Finanzierung und Skalierung innovativer Recyclinglösungen für verschiedene Abfallströme wie gemischte Kunststoffabfälle, Textilien oder PVC.
Die europäische Chemie- und Materialindustrie steht unter wachsendem Druck, Kohlenstoffkreisläufe zu schließen, die Rohstoffunabhängigkeit und Resilienz zu stärken und steigende Recyclingvorgaben der EU umzusetzen. Vor diesem Hintergrund bringt die Advanced Recycling Conference (ARC) am 17. und 18. November 2026 in Köln und online führende Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Technologieentwicklung, Forschung und Politik zusammen.
Neben dem Kunststoff- und Polymerrecycling, stehen in diesem Jahr auch weitere relevante Branchen wie die Textilindustrie im Fokus. Hinzu kommen Vorträge zu materialspezifischen Herausforderungen, etwa beim Recycling von PVC. Schwerpunkt-Sessions behandeln Schlüsseltechnologien wie lösungsmittelbasierte Recyclingverfahren, Depolymerisation, Pyrolyse und thermochemischem Recycling. Darüber hinaus thematisiert die Konferenz, wie Digitalisierung, Finanzierung und Investitionen die Skalierung und kommerzielle Umsetzung von Advanced-Recycling-Lösungen beschleunigen können. Internationale Expertinnen und Experten bewerten dabei Marktpotenziale und Umweltauswirkungen und diskutieren die Folgen veränderter politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen.
Mit knapp 300 Teilnehmenden hat sich die Advanced Recycling Conference als zentraler europäischer Treffpunkt für die Recycling- und Materialbranche etabliert. Die Konferenz ermöglicht Technologieanbietern, Industrie, Forschung, Investoren und politischen Entscheidungsträgern den Austausch von praxisnahem Wissen und die Identifikation neuer Kooperationsmöglichkeiten. Hierdurch trägt sie dazu bei, Advanced-Recycling-Technologien von der Innovation in die praktische Umsetzung zu überführen.
Weitere Informationen zur Konferenz und das vollständige Konferenzprogramm finden Sie unter https://advanced-recycling.eu.
Schwerpunkt-Sessions greifen zentrale Herausforderungen auf
Die Konferenz findet zu einem kritischen Zeitpunkt statt: Neue EU-Regelungen verschärfen derzeit die Anforderungen an Recyclingquoten und Rezyklateinsatz. Dazu zählt unter anderem die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR), die für verschiedene Kunststoffverpackungen bis zum Jahr 2030 Mindestanteile von 10 % bis zu 35 % recycelter Post-Consumer-Kunststoffe vorschreibt. Der Mindestanteil dieser Recyclatanteile soll bis 2040 kontinuierlich steigen.
Auch der Vorschlag zur Altfahrzeugverordnung könnte die Nachfrage nach recycelten Kunststoffen deutlich erhöhen. Diese sieht einen Mindestanteil von 25 % recyceltem Kunststoff in Neufahrzeugen vor. Wird der Vorschlag verabschiedet, dürfte insbesondere die Nachfrage nach recycelten Post-Consumer-Kunststoffen steigen.
Um diese Ziele zu erreichen, sind der Einsatz innovativer Recyclingtechnologien und der Ausbau der dafür notwendigen Infrastruktur erforderlich. Die Konferenz behandelt daher in Schwerpunkt-Sessions neben Schlüsseltechnologien und -verfahren auch regulatorische Auswirkungen, Marktdynamiken und Umweltaspekte:
- Advanced Recycling – Märkte, Finanzierung & Skalierung
- Nachhaltigkeit & Lebenszyklusanalysen
- Nachbehandlung & Aufbereitung von Pyrolyseöl
- Textilrecycling
- PVC-Recycling
- Depolymerisationstechnologien für PET & Si-O-basierte Polymere
- Auflösungstechnologien
- Regulatorik und Instrumente für durchgängige Zertifizierungen im Recyclingkreislauf
Mehr Wirkung durch Zusammenarbeit
Die Advanced Recycling Conference 2026 wird von Sponsoren unterstützt, die sich für die Weiterentwicklung kreislauffähiger Lösungen engagieren. Das nova-Institut dankt dem Gold-Sponsor Siemens, den Silber-Sponsoren BUSS ChemTech und Yncoris sowie dem Bronze-Sponsor Erema Group.
Um den Austausch unter Branchenfachleuten zu fördern, wird die Veranstaltung von einer Fachausstellung und Poster-Session begleitet. Ausstellungsstände können unter https://advanced-recycling.eu/exhibition-booking/ gebucht werden. Posterbeiträge sind bis zum 9. Oktober unter https://advanced-recycling.eu/call-for-posters/ einzureichen.
Die Advanced Recycling Conference wird von Industrie- und Handelsverbänden, gemeinnützigen Organisationen, Forschungseinrichtungen und Interessengruppen unterstützt, die thematisch mit der Konferenz verbunden sind: BCNP Consultants (DE), C.A.R.M.E.N. (DE), ChemCologne (DE), Chemie-Cluster Bayern (DE), CLIB (DE), Fecc – European Association of Chemical Distributors (EU), IBB Netzwerk (DE), kunststoffland.NRW (DE), Plastics Europe (DE), Renewable Carbon Initiative (International), VinylPlus(DE).
Alle Pressemitteilungen des nova-Instituts, Bildmaterial und mehr zum Download (frei für Pressezwecke) finden Sie auf https://nova-institute.eu/news/pr/
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Das nova-Institut beschäftigt sich seit Mitte der 1990er-Jahre mit Nachhaltigkeitsthemen und konzentriert sich heute auf erneuerbare Kohlenstoffkreisläufe. Als unabhängiges Forschungsinstitut unterstützt es Unternehmen – insbesondere aus der Chemie-, Kunststoff- und Materialbranche – bei der Nutzung erneuerbaren Kohlenstoffs aus Biomasse, direkter CO₂-Nutzung (CCU) und Recycling.
Mit einem multidisziplinären Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern begleitet das nova-Institut internationale Innovationsprojekte und bietet wissenschaftlich fundierte Managementberatung. Dabei verfolgt es einen ganzheitlichen Ansatz: Die Expertinnen und Experten analysieren, welche Technologien und Rohstoffe für bestimmte Produkte geeignet sind, in welchen Märkten deren Einsatz möglich ist, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten, wie nachhaltig die jeweiligen Lösungen sind und wie sich diese erfolgreich im Markt positionieren lassen.
Auf dieser Grundlage entwickelt das Team maßgeschneiderte Strategien für die Transformation von fossilem zu erneuerbarem Kohlenstoff. Rund 50 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen arbeiten gemeinsam an der Defossilisierung der Industrie – für eine klimaneutrale Zukunft.
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