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18.06.2019 – 14:04

SÜDWIND e.V.

Neue SÜDWIND-Studie zeigt: Mehr Engagement deutscher Textil- und Sportartikelhändler für existenzsichernde Löhne in Indonesien nötig

Neue SÜDWIND-Studie zeigt:  Mehr Engagement deutscher Textil- und Sportartikelhändler für existenzsichernde Löhne in Indonesien nötig
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[Bonn, 18.06.2019] Anlässlich des Deutschen Evangelischen Kirchentags vom 19.-23. Juni 2019 in Dortmund veröffentlicht SÜDWIND heute die Studie "Wege zu existenzsichernden Löhnen-Das Beispiel Indonesien" zur Lohnsituation in der Textilbranche Indonesiens. Indonesien gehört zu den wichtigsten Lieferländern von Textilien und Bekleidung weltweit. Viele deutsche Textil- und Sportartikelmarken lassen dort produzieren. Die Löhne für die Beschäftigten in den Textil-, Bekleidungs- und Sportschuhbetrieben liegen allerdings weit unterhalb von existenzsichernden Löhnen.

Mehr als eine Million Menschen arbeiten in den zahlreichen Textil-, Bekleidungs- und Sportartikelbetrieben in Indonesien. Von den niedrigen Löhnen dort profitieren nicht nur die Firmen in Indonesien, sondern auch die Auftraggeber aus Deutschland, wie zum Beispiel adidas, H&M, Lidl oder Puma. "Obwohl die staatlichen Mindestlöhne in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind, sind sie immer noch viel zu niedrig, um die Existenz der meist weiblichen ArbeiterInnen und ihrer Familien auf einem menschenwürdigen Niveau zu sichern", so Dr. Sabine Ferenschild von SÜDWIND. "Es ist höchste Zeit, dass die Marken- und Handelsunternehmen aus Deutschland, die in Indonesien einkaufen, dieses Problem ernst nehmen und aktiv werden, um die Lohnsituation der Beschäftigten zu verbessern."

Die SÜDWIND-Studie untersucht nationale wie internationale Ansätze zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Indonesien daraufhin, ob sie einen Beitrag zur Verbesserung der dortigen Löhne leisten. Vielversprechend scheinen das indonesische Protokoll zur Vereinigungsfreiheit und dessen Erweiterung um das Lohnthema zu sein, ebenso wie die Aktivitäten der niederländischen Fair Wear Foundation oder Globale Rahmenabkommen mit internationalen Gewerkschaften.

"Als Teil der Kampagne für Saubere Kleidung arbeitet SÜDWIND seit vielen Jahren zu den Arbeitsbedingungen in Indonesien. Wir fordern alle Unternehmen, die textile Produkte in Indonesien einkaufen, auf, sich in glaubwürdiger, messbarer und überprüfbarer Weise an der Umsetzung existenzsichernder Löhne in ihren Zulieferbetrieben zu beteiligen," betont Ferenschild.

SÜDWIND stellt die Ergebnisse der Studie beim Workshop "Lohn zum Leben! Auch bei Zulieferern von adidas & Co.?" vor:

Freitag, 21.06.2019, 14:30h, Seminarraum 1, Zentrum Sport in der Eissporthalle Dortmund

Die Studie sowie weitere Publikationen zu existenzsichernden Löhnen erhalten Sie im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags am SÜDWIND-Stand in Halle 4, D13.

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SÜDWIND auf dem Kirchentag

Nathalie Grychtol
Öffentlichkeitsarbeit
SÜDWIND e.V.
Kaiserstraße 201
53113 Bonn
Tel.: +49 (0)228-763698-14
E-Mail: grychtol@suedwind-institut.de
Website: www.suedwind-institut.de
Geschäftsführerin: Martina Schaub
Vertretungsberechtigter Vorstand: Jiska Gojowczyk, Heinz Fuchs, Erich Schult
SÜDWIND e.V. ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Köln unter der VR Nummer
10623 eingetragen.
Umsatzsteuer-IdNr.: DE169920897 

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