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Neue DFG-Forschungsgruppe: Impfstoffe sollen durch Adenovirus-Forschung sicherer werden

Neue DFG-Forschungsgruppe: Impfstoffe sollen durch Adenovirus-Forschung sicherer werden
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Neue DFG-Forschungsgruppe

Impfstoffe sollen durch Adenovirus-Forschung sicherer werden

Adenoviren können Erkältungen, Bindehaut-Entzündungen oder Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Gleichzeitig dienen sie als wichtige Werkzeuge der modernen Medizin, zum Beispiel als sogenannte Vektoren. Vektoren sind veränderte Viren, die genetische Informationen in Körperzellen transportieren und beispielsweise in Impfstoffen eingesetzt werden können. Wie sich diese Viren noch sicherer und gezielter nutzen lassen, erforscht die neue Forschungsgruppe „AdBHealth“ unter Beteiligung von Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Verbund seit Juli 2026 mit circa sechs Millionen Euro. Davon fließen rund 350.000 Euro an den Standort Essen.

Sprecherin der neuen DFG-Forschungsgruppe ist Prof. Dr. Sabrina Schreiner vom Universitätsklinikum Freiburg. An der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen leitet Priv.-Doz. Dr. Wibke Bayer vom Institut für Virologie des Universitätsklinikums Essen eines von 14 Teilprojekten. Ihr Team untersucht, wie humane Adenoviren mit Immunzellen zusammenwirken. „Unser Ziel ist, Adenoviren besser zu verstehen und diejenigen Typen zu identifizieren, die besonders sicher und wirksam sind und sich daher gut als Impfvektoren eignen würden“, sagt PD Dr. Wibke Bayer.

Bessere Impfstoffe

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, neue Adenovirus-Vektoren zu entwickeln. Gleichzeitig möchten die Forschungsteams wichtige Hinweise darauf liefern, wie sich Infektionen mit Adenoviren besser behandeln ließen. Diese können insbesondere bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem schwere Krankheitsverläufe verursachen.

Deutsch-französische Zusammenarbeit

Die neue Forschungsgruppe FOR 5898 („AdBHealth – Mehr Wissen und mehr Technologie – Fortschritte in der Adenovirus-Biologie für eine gesunde Zukunft“) vereint Wissenschaftler:innen von neun Forschungsstandorten in Deutschland und Frankreich. Der Verbund bildet eine der größten europäischen Forschungsinitiativen auf diesem Gebiet. Details zur Forschungsgruppe 5898 hat die DFG hier veröffentlicht.

Beteiligte Institutionen:

Bordeaux, University of Bordeaux, CNRS: Microbiologie Fondamentale et Pathogénicité

Essen, University Hospital (UME): Institute of Virology

Freiburg, University of Freiburg (UNFR): Institute of Virology, Medical Center; Department of

Medicine II, Medical Center

Greifswald, University Medicine Greifswald (UMG): Institute for Transfusion Medicine

Hamburg, Hamburg University (UHH): MIN Faculty, Department of Chemistry, Institute of

Biochemistry and Molecular Biology

Hamburg, University Medical Center Hamburg-Eppendorf (UKE): Division of Regenerative

Medicine and Immunology, III. Department of Medicine

Hamburg, Leibniz Institute of Virology (LIV): Research Department Viral Transformation;

RESIST Guest Group Quantitative and Molecular Virology; Research Department Structural Cell

Biology of Viruses

Hannover, Hannover Medical School (MHH): Institute of Transfusion Medicine and Transplant

Engineering (T-cell donor registry alloCELL; Department of Pediatric Hematology and Oncology)

Leipzig, University of Leipizig (UNL): Medical Faculty, Klinik und Poliklinik für Hämatologie,

Zelltherapie, Hämostaseologie und Infektiologie

Lübeck, University of Lübeck (UZL): Center of Structural and Cell Biology in Medicine,

Institute of Biochemistry, RESIST Cluster of Excellence

Witten, Witten/Herdecke University

Weitere Informationen:

PD Dr. Wibke Bayer, Institut für Virologie, Universitätsklinikum Essen, wibke.bayer@uk-essen.de, Tel. 0201/723-83034

Pressekontakt 
Martin Rolshoven, M.A.
Referat für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Dekanat der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen
E-Mail: martin.rolshoven@uk-essen.de 
Telefon: 0201/723-6274 
Internetseite: www.uni-due.de/med 
Social Media:  Instagram |  Facebook |  LinkedIn
Über die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen 
Die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist auf dem Campus des Universitätsklinikums Essen angesiedelt. Wissenschaftler:innen verschiedener Disziplinen arbeiten hier gemeinsam am medizinischen Fortschritt und geben ihr Wissen an den Nachwuchs weiter. Das Ziel: Forschung auf internationalem Spitzenniveau und eine exzellente Ausbildung zukünftiger Wissenschaftler:innen, Ärzt:innen und Pflegefachpersonen. 

Zu den Forschungsschwerpunkten zählen Herz- und Kreislauferkrankungen, Immunologie und Infektiologie, Onkologie, Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften sowie Transplantation. Eine Reihe in Essen entwickelter diagnostischer und therapeutischer Verfahren ist weltweiter Standard. Die Core Facilities der Medizinischen Fakultät unterstützen die Forschungsarbeiten der rund 1.500 Wissenschaftler:innen im klinischen und grundlagenwissenschaftlichen Bereich.

Das Studium umfasst naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen, klinische Fächer sowie Psychologie und Soziologie. Es verknüpft die Theorie und Anwendung am individuellen Krankheitsfall. Die Medizinische Fakultät der UDE entwickelt die Lehre durch regelmäßige Evaluationen sowie ein strukturiertes Qualitätsmanagement kontinuierlich weiter. 
Über die Essener Universitätsmedizin 
Die Essener Universitätsmedizin (UME) umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 15 Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die UME ist mit etwa 1.700 Betten und rund 11.000 Mitarbeitenden das führende Gesundheitskompetenzzentrum des Ruhrgebiets und deckt die ganze Bandbreite einer umfassenden medizinischen Versorgung ab: von der Geburtshilfe über die Kinderheilkunde bis zum Behandlungsspektrum der inneren Medizin sowie der Unfall- und Notfallversorgung. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen.