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10.09.2018 – 14:43

Ganztagsschulverband e.V.

Gemeinsam für mehr Demokratiebildung - gegen menschen- und demokratiefeindliche Tendenzen

Hofheim/Hamburg. Demokratieverständnis fällt nicht vom Himmel. Das haben viele Ereignisse in jüngster Zeit gezeigt. Demokratiebildung und Partizipation in Schulen sind angesichts der gegenwärtigen Situation wichtiger denn je. Mit seinem diesjährigen Kongress unter dem Motto "Meine Schule bin ich! Mitreden - Mitbestimmen - Mitgestalten" möchte der Ganztagsschulverband einen Beitrag dazu leisten, die Demokratieerziehung wieder mehr in den Fokus der bildungspolitischen Debatte zu rücken und Lösungsansätze mit den 400 erwarteten Akteuren aus Schule, Erziehungswissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam zu erarbeiten.

Der Vorsitzende des Ganztagsschulverbandes, Rolf Richter, sieht sich und den Verband in der Wahl des Kongressthemas für den Bundeskongress vom 7.-9. November 2018 in Hamburg bestätigt: "Die aktuellen und beschämenden Ereignisse in Chemnitz und die Reaktionen aus Politik und Gesellschaft zeigen deutlich, wie wichtig die Erziehung zu mündigen, selbstbestimmten und demokratiefähigen Bürgern und Bürgerinnen ist". Wenn nun auch die letzten Verantwortlichen in der Politik die Dimension der Bedrohung der demokratischen Ordnung in unserem Land erkennen, so zeigen doch zahlreiche Schulen in Deutschland, dass sie seit Jahren auf dem richtigen Weg sind, indem sie es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, Demokratie ganz selbstverständlich und im schulischen Alltag zu praktizieren. " Diesen Erfahrungsschatz möchte der Ganztagsschulverband heben und einer breiten Öffentlichkeit, sowie den Ganztagsschulen zugänglich machen.

Sorge um den Bestand der demokratischen Ordnung wächst

In Deutschland und in vielen traditionell demokratisch verfassten Ländern wächst die Sorge um den Bestand der demokratischen Ordnung. "In vielen Ländern gibt es so etwas wie die Rückkehr der Autokraten, die sich leider oft mit breiter emotionaler Zustimmung der eigenen Bevölkerung von demokratischen Traditionen abwenden und menschenfeindlichen ausgrenzenden Tendenzen viel zu viel Raum geben", führt Richter aus. In zahlreichen Bundesländern werden daher mit zunehmender Berechtigung schulische Programme zum Thema Partizipation und Demokratie durch die Kultusministerien gefördert. Pädagogen haben längst erkannt, dass den Kindern und Jugendlichen vom Kindergarten an bis zum Schulabschluss mehr Verantwortung zugemutet werden darf, kann und muss, weil sie in einer modernen Demokratie in die Lage versetzt werden müssen, ihre Bildungsbiografien und Bildungsumgebung in ihrer jeweiligen Gemeinschaft zu gestalten und so demokratisches Verhalten frühzeitig einüben und die Vorteile für Individuum und Gemeinschaft schätzen lernen. Dies sei eine große Herausforderung für alle in der Bildung tätigen Kräfte.

Ganztagsschulkongress 2018

Der pädagogisch ausgerichtete Ganztagsschulverband mit Sitz im hessischen Hofheim, der seit 1955 die Interessen von mittlerweile 16.500 ganztägig arbeitender Schulen in Deutschland vertritt, bietet mit seinen jährlichen Kongressen eine Plattform, sich bundesweit zu vernetzen, zu hospitieren und voneinander zu lernen. Die Anmeldungen zur diesjährigen Tagung sind im Gange, nach wenigen Tagen sind bereits 100 der möglichen 400 Plätze vergeben.

Weitere Informationen zum diesjährigen Kongress und zur Anmeldung finden Sie unter:

www.ganztagsschulverband.de/

Kontakt Ganztagsschulverband:

Rolf Richter

1. Vorsitzender Ganztagsschulverband

Am Kindergarten 2

65520 Bad Camberg

E-Mail: richter@ganztagsschulverband.de

Mobil: 0152 / 28981426