Provinzial NordWest Holding AG

Provinzial NordWest wächst ertragreich

Dr. Wolfgang Breuer, Vorstandsvorsitzender des Provinzial NordWest Konzerns, stellte die Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres vor. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/123040 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Provinzial NordWest Holding AG/PAT SCHEIDEMANN"
Dr. Wolfgang Breuer, Vorstandsvorsitzender des Provinzial NordWest Konzerns, stellte die Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres vor. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/123040 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter... mehr

Kiel (ots) - Der Provinzial NordWest Versicherungskonzern blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. "Wir waren erneut gut unterwegs, haben uns in zentralen Kernbereichen neu positioniert und sind in den geplanten Geschäftsbereichen ertragreich gewachsen", erläutert der Vorstandsvorsitzende des Konzerns und der Provinzial Nord Brandkasse, Dr. Wolfgang Breuer. "Die Provinzial NordWest ist sehr gut aufgestellt. Wir sind äußerst substanzstark und haben einen guten Jahresüberschuss erzielt."

Im wichtigen Segment der Schaden- und Unfallversicherung konnte der zweitgrößte öffentliche Versicherungskonzern einen Beitragsanstieg von 3,1 % erzielen und damit die Marktentwicklung übertreffen. "Mit unseren drei starken Marken haben wir in der Schaden- und Unfallversicherung ein sehr erfreuliches Neugeschäft von 253 Mio. Euro realisiert und damit das Rekordergebnis des Vorjahres noch einmal übertroffen", zeigt sich Dr. Breuer zufrieden.

"Die gute Geschäftsentwicklung spiegelt die exzellente Beratungsleistung unserer Vertriebspartner in der Ausschließlichkeitsorganisation, den Sparkassen und bei den Maklern wider. Der persönliche Betreuer, der vor Ort bestens vernetzt ist, bleibt auch in digitalen Zeiten unverzichtbar", erläutert Konzernchef Dr. Wolfgang Breuer. Der Einsatz digitaler Technologien gewinne aber auch in den Agenturen immer stärker an Bedeutung: "Im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie haben wir die Kontaktpunkte und Kommunikationskanäle für unsere Kunden kontinuierlich ausgebaut und zudem umfangreich in ein neues digitales System für unsere Ausschließlichkeitsorganisation investiert. Darüber hinaus unterstützen wir die Strategie der Sparkassen durch die Integration unserer Produkte in die digitalen Sparkassen-Vertriebssysteme."

Die gesamten gebuchten Bruttobeitragseinnahmen des Provinzial NordWest Konzerns beliefen sich 2017 auf 3,35 Mrd. Euro. Davon entfielen rund 1,95 Mrd. Euro auf die Schaden- und Unfallversicherung und 1,40 Mrd. Euro auf die Lebensversicherung. Mit einem Jahresüberschuss von 61,6 (68,7) Mio. Euro nach Steuern in der Holding wurde erneut ein stabiles und gutes Jahresergebnis erzielt. Die Nettoverzinsung für die rund 25 Mrd. Euro Kapitalanlagen belief sich trotz des anhaltenden Niedrigzinses auf 3,6 (4,0) %. Die Provinzial Nord Brandkasse AG (Kiel) konnte ihr Jahresergebnis nach Steuern auf 15,7 (3,7) Mio. Euro verbessern. Ihre Bruttobeitragseinnahmen stiegen auf 505 (500) Mio. Euro.

Sehr gutes Wachstum in der Schaden- und Unfallversicherung

Der Provinzial NordWest Konzern wuchs im vergangenen Jahr in der Schaden- und Unfallversicherung stärker als der Markt. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen stiegen um 3,1 % auf 1,95 (1,89) Mrd. Euro. Sehr erfolgreich entwickelte sich die Verbundene Wohngebäudeversicherung mit einem Beitragsanstieg von 5,1 %.

"Immer mehr Wohngebäudekunden sichern sich gegen Elementargefahren ab", erläutert Matthew Wilby, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Provinzial Nord Brandkasse, den positiven Trend. Die Provinzial NordWest unterstützt in Nordrhein-Westfalen und seit vergangenem Herbst auch in Schleswig-Holstein die Kampagnen der Landesregierungen zur Absicherung gegen Unwettergefahren. Die jüngsten Unwetterereignisse in Schleswig-Holstein und Hamburg insbesondere am Himmelfahrtstag 2018 zeigen die Aktualität des Themas. Bei der Provinzial Nord Brandkasse gingen infolge des Unwetters binnen weniger Stunden 500 Schadenmeldungen ein, in Hamburg verzeichnete die Hamburger Feuerkasse mehr als 700 Schäden. "Etwa 20 % unserer Kunden in Schleswig-Holstein verfügen derzeit über eine Elementarschadenversicherung, im Neugeschäft liegt der Anteil bei mehr als 30 %. Die Gefahren durch Starkregenereignisse sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen und sich beraten lassen, denn nur mit einer Elementarschadenversicherung ist man vor so einem Unwetter geschützt", so Matthew Wilby.

Weiterer Wachstumstreiber war die Kraftfahrtversicherung mit einem Beitragsplus von 3,1 %. Die bilanziellen Bruttoschadenaufwendungen erhöhten sich leicht um 0,7 % auf insgesamt 1,2 (1,19) Mrd. Euro. In Zusammenhang mit einem strikten Kostenmanagement konnte die für eine Rentabilitätsbeurteilung aussagekräftige Schaden-Kosten-Quote weiter deutlich unter den Marktwert gesenkt werden. Sie reduzierte sich von guten 88,6 % im Vorjahr auf 87,2 %.

"Wir stehen erheblich besser da als die Branche, die für 2017 eine Schaden-Kosten-Quote von 94 % aufweist", erläutert Konzernchef Dr. Breuer. Das versicherungstechnische Bruttoergebnis in der Schaden- und Unfallversicherung konnte auf 219,8 (189,4) Mio. Euro gesteigert werden.

Anfang des laufenden Geschäftsjahres traf Orkantief "Friederike" auf den Westen Deutschlands. Das Geschäftsgebiet der Westfälischen Provinzial Versicherung war besonders betroffen. "Friederike ist für uns das größte Schadenereignis seit dem Jahrhundertsturm Kyrill. Insgesamt rechnen wir mit einem Schadenaufwand von 150 Mio. Euro", sagte Konzernchef Breuer. 114.000 Schäden wurden von den Kunden bisher gemeldet, davon sind über 60 % bereits komplett abgeschlossen. Mehr als 75 Mio. Euro wurden schon an die Kunden ausbezahlt. Mit 90 % konnte der Großteil der Schäden direkt vor Ort über die Vertriebspartner reguliert werden.

Im Norden schlugen für die Provinzial Nord Brandkasse allein die Sturmereignisse "Sebastian", "Xavier" und "Herwart" 2017 mit zusammen 16 Mio. Euro zu Buche. Für die Beseitigung von Unwetterschäden zahlte die Provinzial Nord Brandkasse 2017 31 Mio. Euro an ihre Kunden bzw. Reparaturbetriebe.

Insgesamt verringerten sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft trotz der Sturmereignisse gegenüber dem Vorjahr um 6,6 % auf 341 Mio. Euro (366). Dies ist insbesondere auf einen Rückgang von Großschäden zurückzuführen.

Erfolgreicher Start der neuen Cyber-Versicherung für Firmenkunden

Sehr gut gestartet ist die neue Cyber-Versicherung für Firmenkunden. "In diesem neuen Geschäftsbereich haben wir bereits über 1.250 Verträge mit einem Prämienvolumen von mehr als einer Million Euro policiert. Das Produkt und das damit verbundene Unterstützungskonzept trifft den Nerv der Unternehmen", bilanziert Matthew Wilby. Mit der Absicherung von Haftpflicht-, Eigen-, Vertrauens- und Ertragsausfallschäden können vier Bausteine zur Abwehr von Cyber-Risiken abgeschlossen werden. Über einen externen Dienstleister stehen im Ernstfall per Hotline jederzeit und sofort IT-Spezialisten zur Verfügung. "Sie begleiten vor Ort und machen die Unternehmen schnellstmöglich wieder betriebsfähig", erläutert Wilby. Auch der in der neuen Hausratversicherung im vergangenen Jahr eingeführte Baustein zum Internet-Schutz für Privatkunden wird gut angenommen. "Die Absicherung und Begleitung unserer Kunden in der digitalen Welt ist für uns ein wichtiges Thema", kündigt Matthew Wilby an.

Lebensversicherung: Zukunftsorientierte Aufstellung und innovative neue Produkte

Sehr erfolgreich entwickelte sich 2017 bei der Provinzial NordWest Lebensversicherung das staatlich geförderte Geschäft gegen laufende Beiträge. Im "Riester-Geschäft" konnte eine Beitragssteigerung des Neugeschäfts gegen laufenden Beitrag um 9,4 % erzielt werden, während der Gesamtmarkt einen Rückgang in diesem Segment um 10,3 % zu verzeichnen hatte. "Als öffentlicher Versicherer ist uns gerade auch bei den "Riester-Produkten" ein umfassendes und attraktives Angebot wichtig. Im Zusammenspiel mit der gesetzlichen Rentenversicherung wird hier eine Grundversorgung der Bevölkerung sichergestellt", erläutert Frank Neuroth, Vorstand der Provinzial Nordwest Lebensversicherung. Positive Impulse waren ferner bei den Produkten zur Betrieblichen Altersversorgung zu verzeichnen.

Das Geschäft gegen Einmalbeiträge wurde im vergangenen Geschäftsjahr deutlich reduziert. Dies führte zu einem gesteuerten Rückgang der gebuchten Beitragseinnahmen in der Lebensver-sicherung auf 1,40 (1,96) Mrd. Euro. "Das Lebensversicherungsgeschäft gegen Einmalbeiträge muss in Niedrigzinszeiten mit viel Umsicht und Augenmaß betrieben werden, um die Interessen des Versichertenkollektivs zu wahren", so Frank Neuroth.

Vorangetrieben hat die Provinzial NordWest im vergangenen Geschäftsjahr die Neuausrichtung ihrer Kapitalanlagen: "Wir haben unseren Bestand gegen Zinsrisiken abgesichert und zugleich die Renditechancen für unsere Kunden erhalten", erläutert Konzernchef Dr. Wolfgang Breuer. "Die Provinzial NordWest Lebensversicherung ist zukunftsorientiert aufgestellt. Unsere Solvabilität ist mit einer Quote von 498 % überdurchschnittlich gut. Wir gehören zu den stabilsten Lebensversicherungsunternehmen am deutschen Markt", bilanziert Dr. Wolfgang Breuer.

Im Dezember 2017 bestätigte die Ratingagentur FitchRatings das 'AA-' Finanzstärkerating zum siebten Mal in Folge. Laut Fitch verfügt die Provinzial NordWest über eine durchgehend starke versicherungstechnische Ertragslage, folgt guten Reservierungsstandards und ist stark kapitalisiert. Das Vertrauen der Kunden spiegelt sich in einer niedrigen Stornoquote wider. Sie konnte auf dem guten Vorjahreswert von 3,6 % gehalten werden und lag damit erneut unter dem Marktdurchschnitt von 4,1 %.

Neue Produkte gingen Ende 2017 an den Start: Das GenerationenDepot Invest als fondsgebundene Lebensversicherung mit individuellen Gestaltungsmöglichkeiten eignet sich insbesondere zur Vermögensanlage und zur Vermögensübertragung an die nächste Generation. Mit der Firmen FörderRente startete mit Blick auf das neue Betriebsrenten-Stärkungsgesetz eine neue arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung.

"NordWest 2018" vor erfolgreichem Abschluss

Auf der Zielgeraden ist das vor zwei Jahren gestartete Strategieprogramm "NordWest 2018 - Stark für unsere Regionen". In acht Handlungsfeldern und über 50 Projekten wurde eine Vielzahl strategischer, bilanzieller, struktureller und vertrieblicher Maßnahmen umgesetzt. "Wir haben jeden Stein umgedreht. Hinter den Kulissen sieht der Konzern jetzt komplett anders aus als noch vor zwei Jahren", fasst Dr. Wolfgang Breuer zusammen. Aktuell startet eine automatisch ausgesteuerte Arbeitsorganisation in den Versicherungs-Kernbereichen. "Mit dieser hochmodernen Arbeitsverteilung bringen wir jederzeit die Kraft des gesamten Konzerns auf die Straße", so Dr. Breuer. Auch zu wichtigen Zukunftsthemen wie Big Data oder digitalen Beratungskonzepten wurden Maßnahmen aufgegleist. Bis Jahresende werden die letzten Umsetzungen vollzogen. "Bereits im ersten Programmjahr 2016 haben wir ein hohes Nutzenpotential realisiert. Dieses Nutzenpotential haben wir über die Programmlaufzeit kontinuierlich erhöht. Nach Programmabschluss Ende 2018 werden wir bei einer Ersparnis und Ertragssteigerung von 50 Mio. Euro pro Jahr liegen", bilanziert Dr. Wolfgang Breuer.

Mehrheitsbeteiligung am Spezial-Versicherungsmakler OCC in Lübeck

Die Provinzial NordWest übernimmt 75 Prozent der Anteile an der OCC Assekuranzkontor GmbH sowie der OCC Assekuradeur GmbH. Die OCC ist ein Spezialversicherungs-Makler bzw. Assekuradeur mit Sitz in Lübeck, der sich auf passgenaue Versicherungen und Dienstleistungen für Oldtimer, hochwertige Liebhaberfahrzeuge und Premium Cars spezialisiert und damit ein einzigartiges Geschäftsmodell im deutschen Markt hat. Der Kauf erfolgte über die neu gegründete PNW Beteiligungs-GmbH, eine Tochter der PNW Holding AG.

OCC wird unter dem Dach des Provinzial NordWest Konzerns eigenständig als Spezial-Versicherungsanbieter agieren. In Fortsetzung der sehr guten und erfolgreichen bisherigen Zusammenarbeit mit der Provinzial bleibt die Gründungsgesellschafterin Martens & Prahl Holding aus Lübeck weiterhin mit 25 Prozent an OCC beteiligt. Seit Unternehmensgründung im Jahr 1985 befasst sich die OCC (ehemals Oldie Car Cover) ausschließlich mit individuellen Versicherungslösungen und Dienstleistungen für historische und moderne Klassiker nach deren Wert und Zustand. Damit brachte OCC eine neue Assekuranz-Methode auf den Markt und konnte eine Marktlücke für sich erschließen. Die OCC ist mit rund 100 Mitarbeitern ein sehr ertragsstarkes und prosperierendes Unternehmen mit einem Wachstum, das weit über dem Markt liegt.

Weiter wachsen im Zukunftsmarkt Hamburg

Seit Anfang April dieses Jahres kooperiert die Provinzial NordWest mit der Hamburger Sparkasse im Firmenkundengeschäft. Die Hamburger Sparkasse ist mit über 5.000 Mitarbeitern die größte Sparkasse in Deutschland. "Wir erschließen uns den wachstumsreichen Bankenvertrieb in Hamburg und sind dann auch in diesem Bundesland mit unserem erfolgreichen Vertriebsmix aus Ausschließlichkeit, Sparkassen und ausgewählten Maklern präsent", erklärt Dr. Wolfgang Breuer.

Innovative Technologien nutzen und die digitale Transformation weiter vorantreiben

In den letzten Jahren hat die Provinzial NordWest eine Vielzahl digitaler Kontaktpunkte für ihre Kunden etabliert, wie beispielsweise einen Kunden-Live-Chat und ein Kundenportal mit zahlreichen digitalen Services. Ab Juni 2018 steht das Kundenportal zusätzlich als App zur Verfügung. Ein konzernübergreifendes Innovationsmanagement, das in Kooperation mit Start-ups und Innovationslaboren wie dem InsurHUB in Berlin schnelle, innovative Produktkonzepte entwickelt, ist eingerichtet. "Nach der Herstellung der Omnikanalfähigkeit treiben wir die digitale Transformation des Konzerns mit Hochdruck voran", erläutert IT-Vorstand Dr. Thomas Niemöller.

Gute Erfolge konnten bereits bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz, etwa bei der Erkennung und Bearbeitung von Eingangspost und der automatisierten Verarbeitung digitaler Kundenservices erzielt werden. "In den Versicherungs-Kernprozessen setzen wir verstärkt digitale Technologien ein", so Dr. Niemöller. Zurzeit erarbeiten wir darüber hinaus eine vollautomatisierte Schadenregulierung. "Wir ergreifen die Chancen der Digitalisierung und behalten unsere provinzialtypische Handschrift, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht", verdeutlicht Konzernchef Dr. Wolfgang Breuer. Zudem spiele das Thema "Nutzer-Convenience" bei der Etablierung digitaler Lösungen eine herausragende Rolle. "Neben unseren digitalen Angeboten für Privatkunden, wie beispielsweise einer komfortablen Online-Schadenmeldung, stellen wir auch großen Kundengruppen, wie Wohnungsunternehmen, komfortable B2B-Lösungen zur Verfügung", betont Dr. Wolfgang Breuer.

Pressekontakt:

Heiko Wischer
Pressesprecher
Provinzial Nord Brandkasse Aktiengesellschaft
Postanschrift: 24097 Kiel
Tel. +49 431 603-2904
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