Senat wählt neuen Prorektor für Digitalisierung ins Rektorat der Uni Hohenheim
PRESSEMITTEILUNG DER UNIVERSITÄT HOHENHEIM
Rektorat der Uni Hohenheim:
Senat wählt neuen Prorektor für Digitalisierung
Nun ist das neue Leitungsteam vollständig: Ab 1. Juni 2026 verstärkt Prof. Dr. Alexander Schaum das Rektorat der Universität Hohenheim in Stuttgart.
Prof. Alexander Schaum ist ab 1. Juni 2026 Prorektor für Digitalisierung an der Universität Hohenheim. Nachdem die anderen drei Prorektor:innen bereits am 1. April 2026 im Amt bestätigt wurden, ist mit der heutigen Wahl durch den Senat das neue Team der Hochschulleitung komplett. Neben dem personellen Wechsel gibt es auch eine Änderung bei der inhaltlichen Ausrichtung: Schaums Vorgängerin Prof. Caroline Ruiner hatte während ihres Prorektorats zusätzlich auch das Thema Nachhaltigkeit übernommen, der designierte Prorektor wird nun wieder auf die Digitalisierung fokussieren. Nachhaltigkeit bleibt jedoch Chefsache: Das Thema ist vorerst bei Rektor und Kanzlerin angesiedelt. Wie dies künftig sein wird, entscheidet die Universität im Rahmen des laufenden Strategieprozesses.
Digitalisierung – ein Thema, das durch das Aufblühen der Künstlichen Intelligenz nochmals einen großen Schub erlebt hat – ist ein zentrales Querschnittsthema an der Universität Hohenheim. Seit 2018 ist sie in ihrem Strategie- und Entwicklungsplan verankert, seit 2021 treibt ein eigenes Prorektorat die digitale Transformation voran.
„Mit der heutigen Wahl von Alexander Schaum zum Prorektor für Digitalisierung hat die Universitätsleitung auch künftig einen ausgewiesenen Experten für das Thema an Bord“, sagt Prof. Christoph Schneider, Rektor der Universität Hohenheim, bei seiner Gratulation. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und viele neue Impulse.“
Prof. Alexander Schaum ist Spezialist für Automatisierungs- und Regelungstechnik. Er forscht zu Methoden der Prozessüberwachung und -regelung für bio- und lebensmitteltechnologische Prozesse. „Diese Kenntnisse möchte ich nun auch zum Wohle der gesamten Universität einbringen, um die Digitalisierung weiterhin zukunftsorientiert zu gestalten. Es ist eine Aufgabe, die ich sehr gerne übernehme“, betont er.
Einen besonderen Fokus möchte der künftige Prorektor auf das Forschungsdatenmanagement und die Resilienz der digitalen Infrastruktur legen. „Als Mitglied des Computational Science Hub (CSH) der Universität Hohenheim liegt mir auch die Förderung neuer Synergien der in Hohenheim vorhandenen Expertisen besonders am Herzen“, erklärt er.
Insgesamt sieht er die Schwerpunkte in der Weiterführung bisher eingeschlagener Wege auf Basis der strategischen Ausrichtung, die von seiner Vorgängerin seit mehreren Jahren vorangetrieben wird. „Caroline Ruiner hat wichtige Grundpfeiler für die Digitalisierung in Lehre, Forschung und deren Unterstützung durch die Verwaltung gelegt. Es freut mich sehr, dass ich auf diese hervorragende Arbeit aufbauen kann“, so der designierte Prorektor.
Dank an scheidende Prorektorin für ihr herausragendes Engagement
Auch der Rektor dankte der scheidenden Prorektorin, die bis zum Amtsantritt ihres Nachfolgers geschäftsführend im Amt bleibt. „Caroline Ruiner bekleidete das Prorektorat seit dessen Einrichtung, und sie hat eine wertvolle, tragende Grundlage geschaffen, um die Digitalisierung an der Universität Hohenheim zukunftsfähig aufzustellen. Dafür sind wir ihr ebenso dankbar wie für die hervorragende Zusammenarbeit im Leitungsteam.“
Während Ruiners Prorektorat nahm die Digitalisierung in Lehre, Forschung und den wissenschaftsunterstützenden Bereichen Fahrt auf. Auf Basis eines Strategiepapiers „Digitale Transformation“ hat die Universität unter anderem eine Positionierung im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt.
In der Zeit entstanden zahlreiche innovative digitale Lehrformate und ein Whitepaper zum Umgang mit KI-Systemen in der Lehre. Das Studienangebot zu KI und Digitalisierung wurde erweitert, das Computational Science Hub weiterentwickelt, die IT-Sicherheit ausgebaut und der Re-Start-Prozess des Webauftritts vorangetrieben. Ein übergreifendes Ziel war die Sicherung der digitalen Souveränität.
Zusätzlich hatte Ruiner mit Beginn ihrer zweiten Amtszeit ab April 2024 auch die Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit übernommen. „Für die Universität Hohenheim ist dieses Thema seit Anbeginn wichtig – und Caroline Ruiner hat es strategisch hervorragend aufgestellt“, hält der Rektor fest. Sichtbar sei das zum Beispiel in der Einrichtung eines Green Office an der Universität Hohenheim und der Verabschiedung einer universitätsweiten Nachhaltigkeitsstrategie.
Künftig wird Nachhaltigkeit nicht mehr in einem Prorektorat verankert sein, bleibt jedoch eines der Kernthemen der Universitätsleitung: Vorerst ist es bei Rektor und Kanzlerin angesiedelt, wobei sich im laufenden Strategieprozess vor dem Hintergrund des Struktur- und Entwicklungsplans (SEP) der Universität für die Jahre 2028-2032 möglicherweise Änderungen ergeben können.
Das Wahlergebnis im Detail
Dem Rektorat der Universität Hohenheim gehören neben den beiden hauptamtlichen Rektoratsmitgliedern, dem Rektor und der Kanzlerin, vier Prorektor:innen an. Gewählt werden diese nebenamtlichen Rektoratsmitglieder vom Senat auf Vorschlag des Rektors.
Bei der Wahl am 13. Mai 2026 entschied der Senat mit deutlicher Mehrheit. Das Ergebnis der Wahl für das Prorektorat für Digitalisierung: Bei 28 gültigen Stimmen erhielt Prof. Dr. Alexander Schaum 24 Ja-Stimmen, 3 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung.
Die Amtszeit des neu gewählten Mitglieds des Leitungsteams hat der Senat auf vier Jahre festgelegt, beginnend am 1. Juni 2026. Die anderen drei Prorektor:innen wurden vom Senat am 1. April 2026 ebenfalls für vier Jahre im Amt bestätigt: Prof. Julia Fritz-Steuber ist seit April 2018 Prorektorin für Forschung, wissenschaftliche Karrieren und Transfer, Prof. Sebastian Hess verantwortet seit April 2024 den Bereich Studium und Lehre und Prof. Andreas Pyka bekleidet seit Oktober 2011 das Amt des Prorektors für Internationalisierung.
Die erste Amtszeit des Rektors Prof. Christoph Schneider begann am 1. Oktober 2025. Seine Amtszeit beträgt acht Jahre. Vervollständigt wird das Rektorat durch Dr. Katrin Scheffer, Kanzlerin seit 1. April 2016 und zuletzt am 11. Juni 2021 von Senat und Universitätsrat im Amt bestätigt. Die Amtszeit der Kanzlerin ist ebenfalls auf acht Jahre angesetzt.
ZUR PERSON: Prof. Dr. Alexander Schaum…
…ist seit 2023 Leiter des Fachgebiets Prozessanalytik am Institut für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie. In seiner Forschung liegt ein Schwerpunkt auf Methoden und Techniken der Prozessüberwachung und -regelung für bio- und lebensmitteltechnische Prozesse. Dabei fokussiert er insbesondere auf die Anwendung systemtheoretischer Konzepte wie modellbasierte und datengetriebene Verfahren.
Der Diplom-Ingenieur kam 1979 auf die Welt. Nach einem Studium der Technischen Kybernetik an der Universität Stuttgart, das er 2006 abschloss, promovierte er im Bereich Regelungstechnik an der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM). Es folgten weitere Stationen als Postdoktorand und Gastprofessor in Mexiko, bis er 2014 nach Deutschland zurückkehrte. An der Universität Kiel vertiefte er bis 2023 als Postdoktorand und Vertretungsprofessor seine Forschung zu Automatisierungs- und Regelungstechnik – inklusive Habilitation im Jahr 2020. Es folgte die Berufung an die Fakultät Naturwissenschaften der Universität Hohenheim.
In der akademischen Selbstverwaltung engagiert er sich an der Universität Hohenheim aktuell als stellvertretender Leiter des Senatsausschusses für Qualitätsmanagement und ist bis August 2026 stellvertretender geschäftsführender Direktor am Institut für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie. An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel beteiligte er sich als Vertreter des wissenschaftlichen Mittelbaus im Konvent der Technischen Fakultät und im zentralen Ausschuss für Qualitätsmanagement der Universität.
Zu den Pressemitteilungen der Universität Hohenheim
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Text: Elsner
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