25 Jahre nach der Tat: Crime + Investigation beleuchtet den Fall des „Kannibalen von Rotenburg“
Ein Dokument
- „Der Kannibale von Rotenburg – Mord mit Einwilligung?“: 45-minütige Dokumentation über den Fall Armin Meiwes, der sein Opfer mit dessen Einwilligung tötete und Teile seines Körpers aß, und über die juristischen Fragen, die der Fall aufwarf
- Deutsche TV-Premiere am Sonntag, 25. Oktober, um 20:15 Uhr auf Crime + Investigation im Rahmen der Sonderprogrammierung „CI Selected: Die Psyche des Bösen“ sowie auf Abruf
München, 7. September 2026: Weltweit sorgte der Fall Armin Meiwes für Entsetzen und erschütterte selbst erfahrene Prozessbeobachter: Der bei Rotenburg an der Fulda lebende Computertechniker entwickelte über Jahre die verstörende Vorstellung, einen anderen Menschen zu töten und Teile seines Körpers zu essen. Im Internet fand er schließlich einen Mann, der sich auf dieses tödliche Vorhaben einließ. Im März 2001 trafen die beiden aufeinander und setzten ihren Plan in die Tat um. Bekannt wurde die Tat erst Ende 2002, nachdem ein Internetnutzer die Polizei auf Meiwes aufmerksam gemacht hatte. Sie löste eine intensive Debatte über die Grenzen von Einwilligung, Strafrecht und menschlicher Psyche aus. Meiwes wurde 2006 wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt.
25 Jahre nach der Tat und 20 Jahre nach der Verurteilung des Mörders zeigt Crime + Investigation die neue Dokumentation „Der Kannibale von Rotenburg – Mord mit Einwilligung?“ über den aufsehenerregenden Fall. Sie rekonstruiert die Ereignisse, die zu der verhängnisvollen Nacht führten, und zeichnet die Lebenswege von Täter und Opfer nach. Archivmaterial und Rekonstruktionen zeigen, wie sich Meiwes und Bernd Brandes über ein Internetforum begegneten und ihre jeweiligen Fantasien schließlich in die Realität umsetzten.
Dabei geht die Dokumentation auch der Frage nach, welche Bedeutung die Zustimmung des Opfers für die spätere juristische Aufarbeitung hatte. Der erste Prozess gegen Meiwes endete mit einer Verurteilung wegen Totschlags zu achteinhalb Jahren Haft. Nach einer Revision wurde der Fall erneut verhandelt; im Mai 2006 kam es schließlich zur Verurteilung zu lebenslanger Freiheitsstrafe.
Zu Wort kommen in der Dokumentation unter anderem der Cyber-Analyst Mark T. Hofmann sowie die Journalistinnen Gisela Friedrichsen und Nina Hermann. Hofmann ordnet die Rolle der Onlineforen und die Fantasien der beiden Männer ein. Friedrichsen, die den Prozess gegen Meiwes als Gerichtsreporterin verfolgte, schildert ihre Eindrücke von der juristischen Aufarbeitung. Nina Hermann wiederum war bereits nach dem Verschwinden von Bernd Brandes mit dessen Umfeld in Kontakt und berichtet von der damaligen Suche nach ihm. Ergänzt werden ihre Einschätzungen durch weitere Experten, darunter ein Kriminalpsychologe und eine forensische Psychiaterin.
Die deutsche TV-Premiere von „Der Kannibale von Rotenburg – Mord mit Einwilligung?“ findet am Sonntag, 25. Oktober, um 20:15 Uhr auf Crime + Investigation statt (auch auf Abruf verfügbar). Der Sender zeigt die Dokumentation im Rahmen der Sonderprogrammierung „CI Selected: Die Psyche des Bösen“ mit insgesamt zwölf Sendungen an drei Abenden. Im Mittelpunkt stehen dabei Fälle, in denen Wahn, Obsession und grausame Fantasien zu schockierenden Verbrechen führten und die bis heute Fragen nach den Abgründen der menschlichen Psyche aufwerfen.
„Der Kannibale von Rotenburg – Mord mit Einwilligung?“ (Originaltitel: „The Cannibal Next Door“) wurde von Future Studios für Channel 5 produziert. Regie führte Calum Farmer, Executive Producer ist Peter Wyles.
Weitere Informationen zu Crime + Investigation und Hearst Networks: www.crimeandinvestigation.de, www.hearstnetworks.de, www.instagram.com/crimeinvestigationde und www.facebook.com/CIdeutschland
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