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Elterngeld: Mit diesem Rechner holen Sie Tausende Euro mehr raus

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Elterngeld: Mit diesem Rechner holen Sie Tausende Euro mehr raus

Berlin, 27.05.2026 – Die Diskussion um Kürzungen beim Elterngeld sorgt für große Verunsicherung in vielen Familien – auch, weil das Elterngeld seit seiner Einführung 2007 nicht an die Inflation angepasst wurde. Union und SPD hatten deshalb in ihrem Koalitionsvertrag eigentlich eine Erhöhung in Aussicht gestellt. Zuletzt wurden zudem die Einkommensgrenzen gesenkt, bis zu denen Familien überhaupt Anspruch auf Elterngeld haben. Dabei schöpfen viele Eltern ihre Ansprüche schon heute nicht optimal aus: Je nach Kombination aus Basiselterngeld, Elterngeld Plus und Teilzeit können Unterschiede von mehreren Tausend Euro entstehen. Darauf weist der unabhängige Geldratgeber Finanztip hin und bietet einen Rechner, mit dem Eltern das Maximum aus ihrem Elterngeld rausholen können.

„Viele Eltern entscheiden sich einfach für das klassische Basiselterngeld. Je nach geplantem Wiedereinstieg in den Job und Teilzeitgehalt kann Elterngeld Plus oder eine Kombination mit dem Basiselterngeld Familien insgesamt mehrere Tausend Euro mehr bringen“, sagt Dr. Britta Schön, Finanztip-Expertin für Recht.

Drei typische Szenarien – so groß können die Unterschiede sein

Wie groß die Unterschiede je nach Rückkehr in den Job sein können, zeigen verschiedene Beispielrechnungen von Finanztip (siehe Anhang). Besonders groß kann die Differenz werden, wenn Eltern während ihrer Elternzeit wieder in Teilzeit arbeiten. Bei einem Nettogehalt von 2.200 Euro und einem Wiedereinstieg in den Job nach sechs Monaten mit einem Teilzeit-Netto von 1.100 Euro, lohnt sich Elterngeld Plus von Beginn an deutlich mehr. Der Vorteil liegt in diesem Fall bei rund 4.300 Euro mehr gegenüber dem reinem Basiselterngeld.

„In anderen Fällen kann sich eine Kombination beider Modelle lohnen“, so Schön. Bei einem Nettogehalt von 2.200 Euro vor Geburt des Kindes und einem Teilzeit-Netto von 1.500 Euro sechs Monate nach der Geburt, lohnt es sich, erst Basiselterngeld und ab dem Jobeinstieg Elterngeld Plus zu beantragen. Mit der Wechsel-Variante fährt die Familie am besten: 14.040 Euro erhält sie so insgesamt (Monat 1–6 Basis, danach Plus). Zum Vergleich: Das sind rund 2.700 Euro mehr als beim Basiselterngeld, und rund 1.600 Euro mehr als beim Elterngeld Plus.

Dritter Fall: Liegt das Nettogehalt vor der Geburt bei 2.800 Euro und ein Elternteil plant keinen Wiedereinsteig in den Job, machen Elterngeld oder Elterngeld Plus finanziell keinen Unterschied. Mit Basiselterngeld gibt es 1.800 Euro für zwölf Monate (gesamt 21.600 Euro) – mit Elterngeld Plus 900 Euro für 24 Monate (gesamt ebenfalls 21.600 Euro). Das ist der Elterngeldhöchstsatz. Wer Unterstützung über einen längeren Zeitraum möchte, kann Elterngeld Plus nutzen, ohne in der Summe weniger zu bekommen.

So viel Elterngeld steht Eltern zu

Das Basiselterngeld gibt es für zwölf Monate. Der Zeitraum kann bei Alleinerziehenden, oder wenn auch der andere Elternteil mindestens zwei Monate Elternzeit nimmt, auf 14 Monate verlängert werden. Das Elterngeld Plus fällt monatlich geringer aus, wird aber länger gezahlt – maximal 28 Monate. Mit dem neuen Finanztip-Elterngeldrechner können Elternteile schnell und übersichtlich vergleichen, wann sich Basiselterngeld, Elterngeld Plus oder eine Kombination insgesamt am meisten lohnt.

Eltern erhalten mindestens 300 und maximal 1.800 Euro Elterngeld pro Monat. Ist ein Elternteil vor der Geburt des Kindes nicht berufstätig, bekommt er den Mindestsatz von 300 Euro. Wer vor der Geburt gearbeitet hat, bekommt rund 65 Prozent seines durchschnittlichen Nettogehalts, aber nicht mehr als 1.800 Euro monatlich. „Verheiratete Paare können ihren Anspruch zusätzlich erhöhen, indem der betreuende Elternteil so früh wie möglich in Steuerklasse 3 wechselt“, so Schön. „Das lohnt sich aber nur für Elternteile, die weniger als 2.770 Euro netto verdienen.“ Die Einkommensgrenze, bis zu der Paare und Alleinerziehende Elterngeld bekommen, liegt für Geburten ab dem 01.04.2024 bei 200.000 Euro zu versteuerndem Einkommen und für Geburten ab dem 01.04.2025 bei 175.000 Euro zu versteuerndem Einkommen.

Das Elterngeld wird inzwischen immer häufiger genutzt: Laut Destatis haben rund 1,61 Millionen Frauen und Männer in Deutschland im Jahr 2025 Elterngeld erhalten. Der Anteil der Beziehenden von Elterngeld Plus liegt dabei mit 40,3 Prozent auf einem neuen Höchststand.

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