Tag der Seltenen Erkrankungen 2026: Plasmaspenden retten Leben
Marburg (ots)
Rund 300 Millionen Menschen weltweit leben mit einer seltenen Erkrankung. In Deutschland sind es etwa vier Millionen. Für ca. 20.000 von ihnen sind Medikamente aus Blutplasma die einzige Therapieoption. Anlässlich des Rare Disease Day am 28. Februar rückt CSL Plasma die lebenswichtige Bedeutung von Plasmaspenden in den Fokus - und setzt in Marburg ein sichtbares Zeichen der Solidarität.
Der internationale Aktionstag steht 2026 unter dem Motto "Equity" und fordert mehr Chancengleichheit in der Gesundheitsversorgung. Gerade bei seltenen Erkrankungen ist diese Forderung besonders relevant: Mehr als 6.000 verschiedene Krankheitsbilder sind bekannt und für über 90 Prozent der Erkrankungen existiert bislang keine zugelassene Therapie. Als selten gilt eine Krankheit, wenn nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen betroffen sind. Ihre Seltenheit erschwert die Diagnose - im Durchschnitt vergehen fast fünf Jahre bis zur richtigen Einordnung.
Etwa 20.000 Patientinnen und Patienten in Deutschland mit einer seltenen chronischen Erkrankung sind auf Arzneimittel angewiesen, die aus menschlichem Blutplasma hergestellt werden. "Die Grundlage dieser lebenswichtigen Medikamente ist Blutplasma, das wir von freiwilligen Spenderinnen und Spendern gewinnen", erklärt Dr. Simone Ries, Geschäftsführerin von CSL Plasma. "Der Tag der Seltenen Erkrankungen ist für uns daher immer auch ein Anlass, auf die lebensrettende Bedeutung der Plasmaspende aufmerksam zu machen - und darauf, dass jede einzelne Spende dazu beiträgt, die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten nachhaltig zu sichern."
Schwierige Diagnose, lebenslange Therapie
Wie existenziell diese Medikamente sind, zeigt das Beispiel des 19-jährigen Filip. Er lebt mit einem Hereditären Angioödem (HAE) - einer seltenen genetischen Erkrankung, die wiederkehrende, teils lebensbedrohliche Schwellungen verursacht. Aufgrund eines Gendefekts kann sein Körper ein wichtiges Protein im Blutplasma nicht ausreichend bilden. Die Diagnose bekam er erst mit 17 Jahren. "Vor der Diagnose der Krankheit wusste ich mir überhaupt nicht zu helfen", erzählt Filips Mutter. "Es war furchtbar zu erleben, wie er unter starken Schmerzen und heftigem Erbrechen litt. Er konnte oft nicht in die Schule gehen und hatte viele Fehltage."
Heute spritzt sich Filip alle drei Wochen ein plasmabasiertes Medikament, was ihm ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht: Er arbeitet als Schreiner, treibt Sport und trifft Freunde. "Ich werde nie gesund sein und mein ganzes Leben lang auf meine Medikamente angewiesen sein", stellt Filip fest. "Deswegen ist es so ungemein wichtig, dass gesunde Menschen Plasma spenden. Diese Menschen retten mein Leben", sagt er.
Wachsende Nachfrage nach Plasma
Da Arzneimittel aus Blutplasma bislang nicht synthetisch produziert werden können, sind Patientinnen und Patienten dauerhaft auf freiwillige Spenden angewiesen. Und der Bedarf an plasmabasierten Arzneimitteln steigt kontinuierlich. Um die Versorgung langfristig zu sichern, baut CSL Plasma sein Netz in Deutschland weiter aus. Aktuell betreibt das Unternehmen 18 Plasma Center in 16 Städten; weitere Standorte in Leipzig und Hamburg folgen in diesem Jahr.
Die innerstädtischen Standorte sollen es Berufstätigen, Studierenden und Pendlerinnen und Pendlern erleichtern, Plasma in ihren Alltag zu integrieren. Gerade in Großstädten spielt die gute Erreichbarkeit eine wichtige Rolle für eine kontinuierliche Sammlung an Plasmaspenden.
Zeichen der Solidarität in Marburg
In Marburg ist das Unternehmen seit 2025 mit einem CSL Plasma Center vertreten. Das gespendete Plasma wird vom Mutterkonzern CSL Behring unter anderem am Standort Marburg zu Medikamenten für Menschen mit seltenen und schweren Erkrankungen weiterverarbeitet.
Zum Rare Disease Day werden seit einigen Jahren an vielen Orten auf der Welt Sehenswürdigkeiten und öffentliche Gebäude in den offiziellen Farben des Aktionstags, nämlich Pink, Grün, Blau und Lila, beleuchtet. CSL Behring schließt sich in diesem Jahr erneut der "Global Chain of Lights" an und setzt ein Zeichen der Solidarität: Die Alte Universität Marburg wird am Abend des 28. Februar in den Aktionsfarben des Tages der Seltenen Erkrankungen leuchten. "Jede einzelne Spende zählt", betont Dr. Simone Ries. "Wir freuen uns über jede Spenderin und jeden Spender, der uns unterstützt - vielleicht ja auch anlässlich des Tages der Seltenen Erkrankungen."
Über CSL Plasma
CSL Plasma betreibt bundesweit 18 Plasma Center in 16 Städten sowie ein eigenes Labor und ein Plasma-Logistik-Center. Das Unternehmen ist auf die Gewinnung, Testung und Lagerung von Blutplasma spezialisiert.
International zählt CSL Plasma zu den führenden Akteuren der Plasmagewinnung und betreibt mehr als 300 Plasmacenter in den USA, Europa und China. Der Hauptsitz befindet sich in Boca Raton, Florida.
Das von CSL Plasma gewonnene Plasma wird von CSL Behring zur Herstellung lebensrettender plasmabasierter Therapien verwendet, die Menschen in mehr als 100 Ländern erreichen. CSL Behring ist ein global tätiges Biotechnologie-Unternehmen innerhalb der CSL Unternehmensgruppe.
Die Muttergesellschaft CSL Limited (ASX: CSL; USOTC: CSLLY) beschäftigt weltweit rund 29.000 Mitarbeitende und hat ihren Hauptsitz in Melbourne, Australien.
Weitere Informationen auf www.cslplasma.de.
Herausgeber: CSL Plasma GmbH // Emil-von-Behring-Straße 76 // 35041 Marburg
Kontakt: Torben Boelk // CSL Plasma GmbH // Head of Marketing EU // Tel.: +49 151 53581012 // E-Mail: torben.boelk@cslplasma.com
Pressekontakt:
Karoline Schäfers
Kommunikation CSL Plasma
c/o Ballcom GmbH
Tel.: 06104 6698-18
E-Mail: kas@ballcom.de
Original-Content von: CSL Plasma, übermittelt durch news aktuell