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/ Münchner Rotkreuzschule gewinnt indische Pflegeauszubildende

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Mit insgesamt 49 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen sind die Schulleitungen der Schwesternschaft München von ihrer Reise in den indischen Bundesstaat Kerala zurückgekehrt. In der Pflegeschule am Münchner Rotkreuzplatz werden 18 davon im April und September in die Pflegeausbildung starten.

Eine anstrengende, aber erfolgreiche Woche liegt hinter Elke Rapp. Die stellvertretende Leiterin der Berufsfachschule für Pflege München ist gerade aus dem südindischen Bundesstaat Kerala zurückgekehrt. Im Gepäck hat sie 18 unterzeichnete Ausbildungsverträge für München. Innerhalb von sieben Tagen führte sie gemeinsam mit Stefan Kolbert und Isabella Zipper, zwei weiteren Schulleitungen der Schwesternschaft, über 140 Bewerbungsgespräche. Möglich wurde dies durch die Vermittlung von Pater Sijo George Maliyekkal. Der Priester stammt selbst aus Kerala, ist als Seelsorger in der Pfarrei Herz-Jesu im oberpfälzischen Teublitz tätig und hatte Kolbert bereits im Vorjahr auf der Recruiting-Reise begleitet. In Kochi, der zweitgrößten Stadt Keralas, wurde die kleine Reisegruppe von den Leitern der örtlichen Sprachschulen begrüßt. „Wir sind unglaublich gastfreundlich aufgenommen worden“, berichtet Rapp. Im Ashram, einer Art Gemeindezentrum, fanden sich bald Bewerber aus nah und fern ein, um ihre Eignung in einem umfassenden Assessment unter Beweis zu stellen.

Zweitägige Anreise für ein Bewerbungsgespräch

Indien bietet trotz guter Schulabschlüsse häufig keine berufliche Perspektiven. Eine deutsche Pflegekarriere stellt eine durchaus attraktive Zukunftsgestaltung für indische Schulabsolventen dar. Wie attraktiv, bewies Sonu Hoon. Um sich für eine Ausbildung in einer der Pflegeschulen der Schwesternschaft zu bewerben, war er beeindruckende 48 Stunden aus dem fast 2.600 Kilometer entfernten Neu-Delhi angereist. Neben Einzelgesprächen musste er - wie alle Kandidaten auch - einen Aufsatz in deutscher Sprache verfassen und eine mündliche Sprachprüfung ablegen. Mit großem Erfolg, denn Hoon ist einer von 49 jungen Inderinnen und Indern, mit denen Rapp, Zipper und Kolbert einen Ausbildungsvertrag abschlossen. Überglücklich wird er bereits am 1. April in München-Neuhausen in die Ausbildung starten.

Ausgewählte indische Bewerber starten in die deutsche Pflegeausbildung

„Alle Kandidaten konnten neben dem Abitur ein B2-Sprachzertifikat vorweisen. Eine der wichtigsten Voraussetzungen in einem kommunikativen Beruf wie dem der Pflege“, so Rapp. „Die hohe Disziplin, die gute Vorbereitung auf die Gespräche und die ausgesuchte Höflichkeit waren beeindruckend“, schildert die stellvertretende Schulleiterin ihre Eindrücke. Diejenigen, die den Auswahlprozess erfolgreich absolviert haben, werden im April beziehungsweise im Herbst 2026 in den Pflegeschulen der Schwesternschaft in München, Erding, Lindenberg und Würzburg in die Ausbildung starten. Unterkünfte finden die angehenden Azubis in den Wohnheimen der jeweiligen Berufsfachschulen. „Ein großer Pluspunkt, den auch deutsche Auszubildende zu schätzen wissen“, betont Rapp.

Praktische Einsatzfelder bald in unmittelbarer Nachbarschaft

„Die lange Anreise hat sich gelohnt und wir freuen uns sehr auf unsere neuen Pflegeauszubildenden und die kulturelle Bereicherung, die sie mitbringen werden“, zieht Rapp ein positives Resümee. „Die theoretischen Ausbildungsinhalte vermitteln wir in den Räumen unserer Berufsfachschule am Rotkreuzplatz. Um sie bestmöglich auf die Praxis vorzubereiten, üben wir mit den Azubis auch in modernen Simulationslabors an lebensechten Puppen. Dabei trainieren sie in einem geschützten Raum realistische Pflegesituationen und gewinnen Sicherheit für den Umgang mit „echten“ Patienten. Die 2.500 Stunden umfassende Praxis durchlaufen die angehenden Pflegefachfrauen und -fachmänner in unterschiedlichen Einrichtungen und Kliniken, darunter im benachbarten Rotkreuzklinikum München, dem Deutschen Herzzentrum oder in den Kliniken der Universität München mit dem Hauner‘schen Kinderspital,“ erklärt die Pflegepädagogin. Doch stehen noch einige Formalitäten an. „Mit dem Ausbildungsvertrag in der Hand werden unsere indischen Anwärter jetzt die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis beantragen. Dabei unterstützen wir - wo wir können - natürlich auch von München aus“, versichert Rapp.

Pressekontakt
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Rotkreuzplatz 8
80634 München
Telefon: 089/1303-1612
E-Mail:  presse@swmbrk.de
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