FREIE WÄHLER Bundesvereinigung
FREIE WÄHLER fordern Eigentumsoffensive: Deutschland braucht ein 50-Prozent-Ziel beim Wohneigentum
Berlin, 02.06.2026 – Die FREIE WÄHLER fordern, die Wohneigentumsquote in Deutschland innerhalb der nächsten 10 Jahre auf mindestens 50 Prozent zu steigern. Wohneigentum müsse wieder ein realistischer Vorsorgebaustein für die breite Mitte werden – gerade in einer Zeit, in der die gesetzliche Rente allein immer weniger Sicherheit verspricht.
Deutschland hat laut Statistischem Bundesamt 2022 nur eine Wohneigentumsquote von 41,9 Prozent auf Haushaltsebene erreicht. Von 38,992 Millionen Hauptwohnsitzhaushalten lebten lediglich 16,341 Millionen in selbstgenutztem Wohneigentum. Um die 50-Prozent-Marke zu erreichen, müssten rechnerisch rund 3,1 Millionen zusätzliche Haushalte Eigentum bilden.
Maximilian Eitner, stellvertretender Landesvorsitzender FREIE WÄHLER NRW und Immobilienexperte FREIE WÄHLER, erklärt:
„Deutschland ist Eigentums-Entwicklungsland. Wer nach 40 oder 45 Arbeitsjahren im Alter Sicherheit haben will, braucht mehr als warme Worte über private Vorsorge. Wenn die Regierung Merz selbst einräumt, dass die gesetzliche Rente allein den Lebensstandard künftig nicht mehr sichern wird, dann muss sie den Menschen auch den Weg in echtes Vermögen öffnen. Wohneigentum ist dafür eine der wertbeständigsten und greifbarsten Formen der Altersvorsorge.“
Der europäische Vergleich zeigt den Rückstand besonders deutlich. Nach Destatis/Eurostat lebten 2025 in Deutschland 52,8 Prozent der Bevölkerung zur Miete – der höchste Wert in der Europäischen Union. In Frankreich waren es 38,6 Prozent, in Spanien 26,4 Prozent, in Polen 12,8 Prozent.
„Andere Länder ermöglichen Eigentum. Deutschland organisiert Hürden“, so Eitner. „Das Ergebnis ist eine Mieterrepublik, in der immer mehr Menschen Vermögen für andere aufbauen, aber selbst kaum Eigentum bilden können.“
Auch die Altersvorsorge-Dimension ist erheblich. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall verweist unter Bezug auf IW-Daten darauf, dass Wohneigentümerhaushalte im Schnitt über 590.200 Euro Nettovermögen verfügen, Mieterhaushalte dagegen nur über 87.600 Euro. Zudem erreichen demnach 59 Prozent der Eigentümerhaushalte im Alter mindestens 80 Prozent ihres bisherigen Lebensstandards – bei Mieterhaushalten nur 22 Prozent.
„Diese Zahlen sind kein Randthema, sondern ein sozialpolitischer Alarmruf“, sagt Eitner. „Wer Eigentum verhindert, verschärft die Rentenlücke von morgen.“
Die FREIE WÄHLER lehnen deshalb den aktuellen CDU-Vorstoß ab, selbstgenutztes Wohneigentum im Pflegefall stärker zur Finanzierung von Pflegekosten heranzuziehen. Wer privat vorsorgt, Eigentum bildet und über Jahrzehnte Verantwortung übernimmt, darf dafür nicht am Ende bestraft werden. Die Debatte sendet ein fatales Signal an die arbeitende Mitte: Wer kein Eigentum aufgebaut hat, wird im Zweifel staatlich abgesichert – wer sich dagegen ein Haus oder eine Wohnung als Altersvorsorge erarbeitet hat, soll plötzlich stärker zur Kasse gebeten werden.
Eitner abschließend:
„Deutschland muss raus aus der Mieterland-Falle. Eine Eigentumsquote von mindestens 50 Prozent in zehn Jahren ist ambitioniert, aber notwendig. Dafür müssen wir Erwerbshürden senken, mehr bauen, Baukosten reduzieren und Eigentum im Alter verlässlich schützen. Wer den Menschen erst private Vorsorge predigt und ihnen im Pflegefall dann das Eigenheim als Finanzierungsreserve entgegenhält, zerstört Vertrauen in Eigentum, Vorsorge und Staat. Wohneigentum darf kein Privileg von Erben und Spitzenverdienern sein, sondern muss wieder eine realistische Perspektive für die arbeitende Mitte werden.“
Eike Jan Brandau Beauftragter für Presse und Öffentlichkeitsarbeit FREIE WÄHLER - Bundesvereinigung Mühlenstraße 13 27777 Ganderkesee Fon: 04222-9659330 Fax: 04222-9659319 http://freiewaehler.eu www.facebook.com/freie.waehler.bundesvereinigung