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Neue Studie zeigt: Häufige Fehler bei Wärmepumpen sind vermeidbar

Neue Studie zeigt: Häufige Fehler bei Wärmepumpen sind vermeidbar
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Berlin. Wärmepumpen gelten als Schlüsseltechnologie der Wärmewende und sind im Neubau inzwischen Standard. Doch Fehler bei der Planung, Installation oder Nutzung können die Effizienz der Anlagen erheblich beeinträchtigen und zu teuren Schäden führen. Das zeigt eine neue Kurzstudie des Bauherren-Schutzbundes e. V. (BSB). Darin werden die zehn häufigsten Mängel beim Neubau und bei der Sanierung von Wohngebäuden mit Wärmepumpen analysiert und anhand praxisnaher Beispiele erläutert.

Die Studie macht deutlich: Wärmepumpen sind technisch ausgereift und effizient – wichtig dabei, die Anlage wurde fachgerecht installiert und in Betrieb genommen. Schon kleine Fehler können jedoch erhebliche Folgen haben.

„Die Studie zeigt, dass viele Schäden an Wärmepumpen nicht plötzlich entstehen, sondern auf vermeidbare Mängel bei Einbau, Einstellung oder Wartung zurückzuführen sind“, sagt Henrik Fork-Weigel, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbundes. „Für Bauherren ist es deshalb entscheidend, von Anfang an auf Qualitätssicherung und fachliche Kontrolle zu setzen.“

Installationsfehler und falsche Nutzung führen zu Schäden

Zu den häufigsten Problemen zählt laut Studie ein Kältemittelverlust im System. In einem untersuchten Fall führte eine undichte Dichtung dazu, dass über längere Zeit Kältemittel entwich. Die Folge waren steigender Stromverbrauch und schließlich ein Schaden am Kompressor der Anlage.

Auch unsachgemäße Installationen können gravierende Folgen haben. So kam es in einem Wohngebäude zu einem vollständigen Ausfall der Wärmepumpe, weil die Kondensatleitung ohne ausreichendes Gefälle verlegt wurde. Das Kondenswasser staute sich und drang in die Elektronik der Anlage ein, wodurch ein Kurzschluss entstand.

Ein weiterer häufiger Fehler betrifft die Aufstellung der Außeneinheit. Wird sie zu nah an Wänden oder Hindernissen installiert, kann der notwendige Luftstrom gestört werden. In der Folge kann der Verdampfer vereisen und die Heizleistung deutlich sinken.

„Gerade bei der Aufstellung und Installation der Anlagen zeigt sich, wie wichtig Fachwissen und sorgfältige Planung sind“, betont Fork-Weigel. „Schon kleine Abweichungen von den Herstellerangaben können langfristig zu erheblichen Mehrkosten für Bauherren führen.“

Qualitätssicherung schützt Bauherren

Der Bauherren-Schutzbund empfiehlt Bauherren und Eigentümern, bei Planung und Einbau einer Wärmepumpe auf qualifizierte Fachbetriebe zu setzen und eine unabhängige baubegleitende Qualitätskontrolle in Anspruch zu nehmen. Ebenso wichtig sind eine gründliche Einweisung in die Bedienung der Anlage und regelmäßige Wartung.

Die Studie zeigt insgesamt: Viele der identifizierten Schäden sind vermeidbar. Damit Wärmepumpen ihre Vorteile für Klima und Betriebskosten voll entfalten, ist wichtig, dass alle Beteiligten die technischen Anforderungen konsequent berücksichtigen

Über die Studie

Die Kurzstudie „Die 10 häufigsten Fehler beim Neubau und der Sanierung von Wohngebäuden mit Wärmepumpen (2025)“ wurde vom Institut für Bauforschung e. V. im Auftrag des Bauherren-Schutzbundes e. V. erstellt. Sie analysiert typische Schadensfälle aus der Praxis und gibt Handlungsempfehlungen für Bauherren, Fachbetriebe und Politik.

Einen Themenratgeber mit der Beschreibung aller Mängel finden Sie hier.

Die vollständige Studie steht hier zum Download zur Verfügung.

Ihr Ansprechpartner
Erik Stange
Pressesprecher

Bauherren-Schutzbund e.V.
Brückenstraße 6
10179 Berlin

Tel. 030 400339 502
Fax 030 400339 512
E-Mail:  presse@bsb-ev.de
www.bsb-ev.de

Vereinsregister-Nr. 15 743 NZ
Amtsgericht Charlottenburg
Vertretungsberechtigter Vorstand: Andreas May und Wendelin Monz
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