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Frankfurter Rundschau: Erfolg des Mindestlohns

Frankfurt (ots) - Es ist immer schön, wenn Kassandra geirrt hat. Wenn sich also Katastrophenwarnungen als gegenstandslos erweisen, wie dies beim Mindestlohn offenbar der Fall ist. Anders als von vielen Unternehmen und manchen Wirtschaftsforschungsinstituten befürchtet, ist seit der Einführung nicht die Beschäftigung gesunken, sondern die Arbeitslosigkeit. Besonders erfreulich ist der erneut kräftige Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse, den selbst Mindestlohnbefürworter nicht unbedingt erwartet hatten. Es gibt überdies natürlich Betriebe, die nun vermehrt auf Schwarzarbeit setzen. Und solche, die tatsächlich Angestellte wegen des Mindestlohns entlassen mussten. Und dritte, die den Mindestlohn einfach ignorieren und darauf setzen, dass sich die Mitarbeiter schon nicht wehren. Zu flächendeckendem Weißmalen besteht mithin kein Anlass. Zu Schwarzmalerei aber noch viel weniger. Der Mindestlohn hat sich alles in allem gut bewährt.

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