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Frankfurter Rundschau: Kommentar zur Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank

Frankfurt (ots) - Spinnen die Herren des Euro, allen voran Mario Draghi, Chef der EZB? Nein, ganz im Gegenteil. Wer spinnt, das sind die deutschen Ökonomen und Verbandspräsidenten, die von der Enteignung der Sparer schwafeln, die vor Inflation warnen, obwohl das Gegenteil passiert. Die Preise steigen immer langsamer, gefährlich langsam, um genau zu sein. Eine Inflationsrate in Euroland von 0,5 Prozent (in Deutschland 0,9) ist höchst problematisch. Warum? Weil die Notenbank zurecht ein einziges übergeordnetes Ziel hat, und das lautet Preisstabilität. Nicht ohne Grund liegt die Definition von Preisstabilität knapp unter zwei Prozent. Denn sinkende Preise sind genau so ein Übel wie Preise, die zu rasch steigen.

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