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Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu Geheimdiensten

Frankfurt (ots) - Die Frankfurter Rundschau kommentiert das Manifest der Schriftsteller gegen Ausspähung:

Was die westlichen Geheimdienste eigentlich schützen, das ist nur eine ganz bestimmte Freiheit: unsere Freiheit des Konsums. Wir dürfen uns frei bewegen und frei konsumieren, solange wir nicht laut fragen, ob andere Gesellschaftsformen gerechter und weniger ausbeuterisch sein könnten. Die Bürger in Tunesien, Ägypten oder auch dem Iran nutzen die digitale Kommunikation, um Freiheit zu erwirken - weil sie ihr vertrauen und frei kommunizieren. Unsere Geheimdienste tun alles dafür, um Misstrauen in die digitale Kommunikation zu schüren und so unsere Freiheit einzuschränken. Die Schriftsteller des Manifests in den internationalen Zeitungen fordern eine UN-Konvention der digitalen Rechte. Vielleicht ist dafür eine neue Demokratisierungswelle nötig - eine, die die Machtfantasien der Geheimdienstler eindämmt.

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