PM: Neue Ideen braucht das Land! Innovative Gründungen helfen der Transformation der deutschen Wirtschaft
PRESSEMITTEILUNG
Neue Ideen braucht das Land!
Innovative Gründungen helfen der Transformation der deutschen Wirtschaft
Gründerinnen und Gründer in Deutschland sind besonders häufig in technologieintensiven Branchen aktiv. Zu diesem Ergebnis kommt der Global Entrepreneurship Monitor (GEM) Deutschland 2024/25. Dabei sind Männer und Frauen gleichermaßen innovativ. Der GEM liefert aktuelle Ergebnisse zum Gründungsgeschehen in Deutschland sowie im internationalen Vergleich. Die Studie wurde vom RKW Kompetenzzentrum in Kooperation mit dem Johann Heinrich von Thünen-Institut für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen erstellt.
Eschborn, 13. Januar 2026. Gründerinnen und Gründer bringen Innovationsimpulse in die deutsche Wirtschaft ein. Dies zeigt der Global Entrepreneurship Monitor (GEM) 2024/25. Dabei werden im GEM Personen zwischen 18 und 64 Jahren erfasst, die in den letzten dreieinhalb Jahren vor der Befragung ein Unternehmen gegründet haben oder in den vergangenen zwölf Monaten dabei waren, die Gründung eines Unternehmens vorzubereiten.
Hohe Gründungsaktivitäten in technologieintensiven Branchen
Der internationale GEM-Vergleich des Befragungsjahres 2024 zeigt, dass Gründerinnen und Gründer hierzulande häufig in Branchen mit mittlerer oder hoher Technologieintensität (OECD-Klassifikation) tätig sind oder tätig sein werden: Auf rund 11 Prozent der Gründerinnen und Gründer in Deutschland trifft das zu – der siebte Platz unter den 32 GEM-Ländern mit hohem Einkommen.
Kein (großer) Gendergap bei globalen Neuheiten
Frauen stehen Männern in Sachen Innovationsfähigkeit kaum nach: Laut GEM 2024/25 beträgt der Geschlechterunterschied beim Anteil der Personen, die eine weltweite Neuheit anbieten oder anzubieten planen, lediglich 0,9 Prozentpunkte (Gründerinnen 4,8 Prozent, Gründer 5,7 Prozent). Damit bewegen sich deutsche Gründerinnen auch international betrachtet auf einem guten Level. In den USA, die oft als „Gründungsland“ bezeichnet werden, ist der entsprechende Anteil bei Gründerinnen (4,9 Prozent) nur minimal höher als in Deutschland.
Gründerinnen setzen auf Außenhandel
Deutschland ist traditionell eine Exportnation, der starke Außenhandel ist ein wichtiger Wohlstandsfaktor. Der GEM-Geschlechtervergleich zeigt, dass Gründerinnen häufiger einen hohen Exportanteil am Umsatz haben oder erwarten (19,7 Prozent) als ihre männlichen Pendants (13,7 Prozent). Eine hohe Exportintensität ist im GEM definiert als ein Exportanteil von mehr als 50 Prozent am gesamten Umsatz des Unternehmens.
Mehr Informationen unter: www.gem-deutschland.de
Über das RKW Kompetenzzentrum Das RKW Kompetenzzentrum ist ein neutraler Impuls- und Ratgeber für den deutschen Mittelstand. Es sensibilisiert angehende wie etablierte kleine und mittlere Unternehmen für Zukunftsthemen und unterstützt sie dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft auszubauen. Das RKW Kompetenzzentrum leistet damit einen Beitrag zur Stärkung des Gründungsgeschehens und zur nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. Zu den aktuellen Schwerpunktthemen „Gründung“, „Fachkräftesicherung“, „Digitalisierung“ und „Innovation“ bietet das RKW Kompetenzzentrum daher praxisnahe und branchenübergreifende Informationen sowie Handlungshilfen an. Bei der Verbreitung der Ergebnisse vor Ort arbeitet das RKW Kompetenzzentrum mit Sitz in Eschborn eng mit den RKW Landesorganisationen in den Bundesländern zusammen.
Das RKW Kompetenzzentrum wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Weitere Informationen: www.rkw-kompetenzzentrum.de
Über das Johann Heinrich von Thünen-Institut für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen Das Thünen-Institut für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen (WI) befasst sich gezielt mit Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung in ländlichen Räumen und leitet auf Basis der dabei erarbeiteten wissenschaftlichen Grundlagen Entscheidungshilfen für die Politik ab. Das WI forscht zu Themen rund um die Wirtschafts- und Arbeitsbedingungen in ländlichen Räumen und untersucht flächendeckend für Deutschland, wie sich diese Bedingungen im Zeitverlauf entwickeln, auch im Vergleich zu nicht ländlichen Räumen. Ein Hauptaugenmerk gilt den raumwirtschaftlichen Folgen des demografischen Wandels, der Dekarbonisierung und der Digitalisierung, unter anderem verbunden mit der Frage, warum manche ländlichen Räume prosperieren, während andere Gefahr laufen, weiter zurückzufallen. In den Analysen wird berücksichtigt, dass sich ländliche Räume in ihrer Ausstattung mit harten und weichen Standortfaktoren sowie hinsichtlich ihrer Wachstumspfade und Entwicklungsmöglichkeiten nicht nur von nicht ländlichen Räumen unterscheiden, sondern auch untereinander. Ausgehend von den gewonnenen Erkenntnissen analysiert und bewertet das WI Maßnahmen und Handlungsoptionen für politische Entscheidungsträger, insbesondere für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).
Weitere Informationen: https://www.thuenen.de/de/fachinstitute/laendliche-raeume/innovation-und-wertschoepfung-in-laendlichen-raeumen.
Pressekontakt RKW Kompetenzzentrum Sarah Schuppener/Katja Gutschmidt Düsseldorfer Str. 40 A 65760 Eschborn Tel: +49 6196 495-2853/-2855 presse@rkw.de