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07.07.2013 – 21:15

Schwäbische Zeitung

Schwäbische Zeitung: Leitartikel - Hauk erhält sich seine Chancen

Ravensburg (ots)

Sollte es in der Union überhaupt noch so etwas wie ein Lager geben, das sich dem früheren Ministerpräsidenten Mappus verbunden fühlt, dann könnte es seit diesem Wochenende ob seiner Einflusslosigkeit politische Insolvenz anmelden. 2011 unterlag die als Mappus-Vertraute geltende Tanja Gönner im Kampf um den Bezirksvorsitz Württemberg-Hohenzollern noch ausgesprochen knapp, jetzt wurde der Mappus-Gegner Peter Hauk mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden der CDU Nordbaden gewählt.

Mag sein, dass der Chef der Landtagsfraktion ein Heimspiel hatte und dass die Uhren in Württemberg-Hohenzollern noch vor eineinhalb Jahren anders tickten, dennoch überrascht sein sehr deutlicher Erfolg. Hinter den Kulissen war zuvor geunkt worden, dass dieser Parteitag der Beginn des Endes der politischen Karriere Hauks werden würde. Doch Hauk hielt eine engagierte Rede, traf den Ton und auch die Empfindlichkeiten seiner Parteifreunde. Sollten ihm keine größeren Fehler unterlaufen, dann ist Hauk die Bestätigung als Fraktionschef in Stuttgart im kommenden Jahr nicht zu nehmen.

Und damit gehört er weiterhin zu denen, die sich Chancen auf die Spitzenkandidatur 2016 ausrechnen können. Im Laufe des kommenden Jahres muss die Union wissen, wer gegen Winfried Kretschmann antreten wird. Zwei Jahre Vorlaufzeit sind nötig, um einen Kandidaten so aufzubauen, damit er die politische Statur bekommt, um einem populären und fast präsidentiell regierenden Landesvater gefährlich zu werden.

Bislang fallen drei Namen, neben Hauk noch der des Landesvorsitzenden Thomas Strobl und der des Landtagspräsidenten Guido Wolf. Aus der Deckung kommt bislang keiner der Drei. Doch nicht nur an der Basis wird gegrummelt, die Partei habe ein Personalproblem. Trotz des klaren Sieges ist Hauk in der Fraktion nach wie vor umstritten. Strobl wird nachgesagt, zu sehr an der Bundespolitik interessiert zu sein und Wolf wird wegen seiner noch nicht erkennbaren Hausmacht hinterfragt. Grün-Rot kann im Moment entspannt zuschauen.

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