Mehr als 1,5 Millionen Euro Förderung für eFarm Nordfriesland
Presseinformation
Mehr als 1,5 Millionen Euro Förderung für eFarm Nordfriesland
Staatsekretär Joschka Knuth übergibt Förderbescheid des Landes Schleswig-Holstein für regionales Wasserstoffprojekt
Reußenköge/Bosbüll, 22. April 2026
Das von GP JOULE initiierte Wasserstoffökosystem eFarm Nordfriesland wird zukünftig noch mehr grünen Wasserstoff erzeugen können: Für den Ausbau der Elektrolyse in Bosbüll hat die Betreibergesellschaft nun einen Förderbescheid über 1,593 Millionen Euro erhalten.
Joschka Knuth, Staatssekretär im Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur, übergab den Bescheid am Mittwoch im nordfriesischen Bosbüll an André Steinau, Geschäftsführer der eFarming GmbH & Co. KG.
„Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein der Energiewende, ohne den wir unsere Klimaziele nicht erreichen werden“, sagte Energiewende-Staatssekretär Knuth: „Durch den hohen Anteil an erneuerbaren Energien im Stromnetz herrschen bei uns im Norden beste Voraussetzungen für die Produktion von grünem Wasserstoff. Es ist von strategischer Bedeutung, die Wasserstoff-Erzeugung aus Erneuerbaren Energien auch in Deutschland zu ermöglichen – das führen uns die aktuellen geopolitischen Konflikte klar vor Augen.“
Das Prinzip der eFarm bleibt auch nach dem Umbau gleich: Regional erzeugter Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen wird genutzt, um daraus vor Ort grünen Wasserstoff zu gewinnen, zu speichern, an Partnerinnen und Partner zu transportieren und an zwei Tankstellen in Husum und Niebüll zu vertanken.
„Während wir auf Signale aus Berlin für den Wasserstoffhochlauf warten, packen wir in Schleswig-Holstein an“, sagte André Steinau: „Im Projekt eFarm wandeln wir hier in Bosbüll den Strom vor Ort in grünen Wasserstoff um, entlasten so die Stromnetze – und können den Windstrom auch dann nutzen, wenn anderswo abgeregelt werden muss.“
Erstes aus dem Landesprogramm gefördertes Projekt
Gefördert wird die Erweiterung des eFarm-Produktionsstandorts als erstes Projekt aus dem schleswig-holsteinischen Landesprogramm Wirtschaft 2021-2027 mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Die Elektrolyseleistung in Bosbüll steigt mit dem Umbau auf zwei Megawatt. Der in Bosbüll eingesetzte Elektrolyseur kommt – wie beim eFarm-Schwesterprojekt HY.Kiel – vom spanischen Hersteller H2B2.
„Bei uns in Bosbüll kommt die ganze Energiewende zusammen: von der Stromerzeugung in Wind- und Solarparks über die Wärmeversorgung mit einem eigenen Wärmenetz bis zur Gewinnung von grünem Wasserstoff“, sagte Ingo Böhm, Bürgermeister von Bosbüll und Geschäftsführer der Bosbüll Energie GmbH: „Das ist nachhaltig und zugleich wirtschaftlich.“
Ab dem Sommer 2026 kann dann mehr als eine Tonne grüner Wasserstoff pro Tag erzeugt werden. Genug für mehr als 30 Busbetankungen pro Tag, die mit einer Tankfüllung ebenso weit kommen wie ein Diesel-Bus.
Hauptnutzer des grünen Wasserstoffs werden nicht mehr nur zwei, sondern dann zwölf Busse im Nahverkehr in Schleswig-Holstein sein, eingesetzt von der DB-Tochter Autokraft GmbH sowie der Transdev-Tochter Rohde Verkehrsbetriebe GmbH. Die Ausweitung der Wasserstoffbusflotte wird durch die Innovationsklausel des Landkreises Nordfriesland unterstützt. Sie legt fest, dass der Einsatz emissionsfreier Antriebstechnologien zu bevorzugen ist und bezuschusst im Gegenzug betriebsbedingte Mehrkosten im Busbetrieb.
18 Gesellschafter bzw. Firmen sind an dem Verbundprojekt, der eFarming GmbH & Co. KG, beteiligt. Darunter sind zahlreiche Bürgerwind- und Bürgersolarparks, so dass mittelbar mehr als 3.500 Menschen aus Nordfriesland Teil von eFarm sind. „Ich freue mich darüber, dass die Gesellschafter in großer Mehrheit von der nachhaltigen Wirkung und der weiteren Entwicklung des eFarm-Prinzips – also eines regionalen Wasserstoff-Ökosystems – überzeugt sind“, sagt André Steinau.
Für dieses Konzept aus breiter Beteiligung, großer Innovation und nachhaltiger Nutzung lokaler Ressourcen wurden eFarm und GP JOULE mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Mobilitätspreis, dem ersten Platz beim Zukunftspreis Mittelstand und mit dem German Renewables Award.
In Betrieb gehen soll die neue Wasserstoffproduktionsanlage in Bosbüll im Sommer 2026. Auch die Abwärme aus der Elektrolyse, die bislang ins Wärmenetz der Gemeinde floss, soll bei der neuen Anlage wieder genutzt werden.
Über GP JOULE
GP JOULE ist als integrierter Energieversorger in allen Bereichen der Energie-Wertschöpfungskette aktiv: von der Erzeugung über die Speicherung bis zur Nutzung – und von der Beratung über die Finanzierung und Projektierung bis zum Bau und Service. GP JOULE produziert und vermarktet Wind- und Solarstrom, grünen Wasserstoff und Wärme, realisiert Batteriespeicherprojekte, und setzt die Energie dort ein, wo es am effektivsten ist: in der Mobilität, in Haushalten und in der Industrie. So gestaltet GP JOULE aus Deutschland heraus seit 2009 das Energiesystem mit Zukunft in Europa. Für eine sichere, unabhängige und nachhaltige Energieversorgung. Für 100% Erneuerbare Energien für alle.
Über eFarm
Das Wasserstoff-Verbundprojekt eFarm wurde 2017 von GP JOULE initiiert. In der geschäftsführenden eFarming GmbH & Co. KG engagieren sich 18 regionale Gesellschafter, darunter Bürgerwind- und Solarparks sowie Stadtwerke. Im Zuge des Projekts wurde eine lokale Wasserstoff-Infrastruktur geschaffen, die von der Erzeugung durch Elektrolyse über die Verbreitung bis zur Nutzung in Nahverkehrsbussen und Lkws reicht. Zum Projekt gehört die Wasserstoffgewinnung in der Nähe von bestehenden Windparks, zwei Wasserstofftankstellen, 12 Brennstoffzellenbusse und zehn Lkws, die über den Partner Hylane gemietet werden können.
Weiterführende Informationen zu eFarm unter www.efarm.nf.
Bildrechte: GP JOULE, zur honorarfreien Verwendung im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Übergabe des Fördermittelbescheids an eFarm.
Pressekontakt Jürn Kruse Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation GP JOULE Gruppe presse@gp-joule.de Tel. +49 (0) 4671-6074-213 Mobil +49 160 1540265
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