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14.12.2020 – 13:58

Universität Bremen

Abschied: Universität und Staatsrat danken Kanzler für langjährige Arbeit

Abschied: Universität und Staatsrat danken Kanzler für langjährige Arbeit
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Abschied: Universität und Staatsrat danken Kanzler für langjährige Arbeit

Nach knapp achtjähriger Amtszeit geht der Kanzler der Universität Bremen in den Ruhestand. Die Universität und Staatsrat Tim Cordßen danken Dr. Martin Mehrtens für seine Arbeit. Er habe sich stets für die Universität eingesetzt und wichtige Zukunftsthemen frühzeitig erkannt und vorangetrieben. Neue Uni-Kanzlerin wird Frauke Meyer ab dem 1. Januar 2021. Damit hat erstmals eine Frau das Amt der Universität Bremen inne. Frauke Meyer ist zurzeit Leiterin des Finanzcontrollings der Universität und Stellvertreterin von Mehrtens.

"Wir sind froh, dass wir Martin Mehrtens als Kanzler die vergangenen Jahre haben durften", sagt der Rektor der Universität Bremen, Professor Bernd Scholz-Reiter. Er habe weit über sein Pensionsalter hinaus das Amt mit viel Einsatz ausgeführt und sich sehr um die Universität verdient gemacht. Nicht nur als Kanzler, sondern auch als langjähriger Dezernent für Organisation, Personalentwicklung und IT. "Martin Mehrtens war immer krisensicher", so der Rektor anerkennend. "Er hat nie unangenehme Themen gescheut und sich stets für die Universität eingesetzt. Wir danken ihm für sein Engagement und wünschen Martin Mehrtens für seine zukünftige Zeit im Ruhestand alles Gute."

Staatsrat: "Wichtige Zukunftsthemen frühzeitig erkannt und gefördert"

Staatsrat Tim Cordßen fügt hinzu: "Mit Herrn Mehrtens verabschiedet die Universität Bremen einen langjährigen Kanzler in den Ruhestand. Er ist nicht nur ein anerkannter Haushaltsfachmann. Mit der Digitalisierung der Verwaltung und der Personalentwicklung hat Martin Mehrtens darüber hinaus wichtige Zukunftsthemen frühzeitig erkannt und tatkräftig gefördert. Im Namen der Freien Hansestadt Bremen danke ich ihm für sein erfolgreiches Wirken und für seinen wichtigen Beitrag zur Erfolgsgeschichte der Universität Bremen. Für die Zukunft und den nun vor ihm liegenden Lebensabschnitt wünsche ich Herrn Dr. Mehrtens alles Gute."

Abschied in digitaler Feierstunde

Mehrtens wurde am Montag, 14. Dezember 2020, in einer digitalen Feierstunde verabschiedet und gewürdigt. In diesem Rahmen wurde nochmal deutlich, was für eine lange Geschichte er an der Universität Bremen hat: Bereits sein Studium der Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Pädagogik absolvierte Martin Mehrtens nicht nur in Kiel, sondern auch an der Universität Bremen. Nach seiner Promotion an der Universität Bremen arbeitete Mehrtens weiterhin als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Projektmanagement und Wirtschaftsinformatik der Universität Bremen. 1990 übernahm er die Position des Dezernenten für Organisation, Personalentwicklung und IT. In dieser Zeit baute Mehrtens eine systemische Personalentwicklung in der Universität auf. Zwischen 1990 und 2010 führte er IT-Systeme in den Bereichen Studium, Lehre, Personal und Finanzen ein. Darüber hinaus setzte Mehrtens zwischen 1998 und 2001 erstmals das sogenannte Kontraktmanagement als Steuerungs- und Planungsinstrument einer gezielten und nachhaltigen Organisationsentwicklung in der Universität Bremen ein. Von 2002 bis 2008 widmete er sich dem Aufbau einer akademischen Personalentwicklung für Juniorprofessorinnen und -professoren und Neuberufene sowie einer systemischen außerfachlichen Doktoranden- und Postdoc-Förderung an der Universität Bremen. Als Projektleiter verantwortete er in den Jahren 2003 und 2004 die SAP-Einführung in der Universität Bremen und in den anderen bremischen Hochschulen. In diesem Zusammenhang führte Mehrtens auch das kaufmännische Rechnungswesen in allen Bremischen Hochschulen ein.

Herausfordernde Aufgaben im Kanzleramt übernommen

Das Amt des Kanzlers trat Mehrtens Ende 2012 zunächst kommissarisch an, nachdem sein Vorgänger Gerd Rüdiger Kück als neuer Staatsrat zur damaligen Senatorin für Wissenschaft und Gesundheit, Professorin Eva Quante-Brandt, gewechselt war. Nach einem Jahr wurde Mehrtens 2013 offiziell mit großer Mehrheit im Akademischen Senat der Universität zum Kanzler bestellt. Herausfordernde Aufgaben waren während seiner Amtszeit zum Beispiel die Konsolidierung des Uni-Haushaltes, die Sanierung und bauliche Entwicklung des Universitätscampus oder die Steuerung der Verwaltung durch die aktuelle Pandemie. Seine Handschrift trägt unter anderem auch das Green IT Housing Center der Universität Bremen. Das Gebäude für die Unterbringung leistungsstarker Uni-Server war bei seiner Eröffnung 2014 bundesweit einzigartig - vor allem auf Grund seines vergleichsweise geringen CO2-Ausstoßes und niedrigen Energieverbrauches. Auch die bauliche Entwicklung des Universitätscampus - hier unter anderem der nunmehr beginnende Bau des Hörsaal- und Veranstaltungszentrums - wurde maßgeblich von Mehrtens vorangebracht.

"Ich war mit ganzem Herzen Gestalter und Entwickler"

"Ich blicke gerne auf meine lange Zeit an dieser Universität zurück. Ich habe vielfältige Aufgaben mit großen Gestaltungsmöglichkeiten und Entscheidungskompetenzen umsetzen dürfen", sagt Dr. Martin Mehrtens. Insgesamt habe ihm die Arbeit sehr viel Spaß gemacht. "Ich war mit ganzem Herzen Gestalter und Entwickler." Die Menschen, die sich an der Universität in Forschung, Lehre und Verwaltung engagieren, schätze er sehr. "Nach einer so langen Zeit wird mir die Universität sicherlich fehlen", so Mehrtens. "Aber ich freue mich auch auf die gewonnene Zeit, die der Ruhestand mit sich bringen wird."

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Bernd Scholz-Reiter

Rektor der Universität Bremen

Telefon: +49 421 218-60011

E-Mail: rektor@uni-bremen.de

Universität Bremen
Hochschulkommunikation und -marketing
Telefon: +49 421 218-60150
E-Mail: presse@uni-bremen.de

Über die Universität Bremen:
Leistungsstark, vielfältig, reformbereit und kooperativ - das ist die Universität Bremen. Rund 23.000 Menschen lernen, lehren, forschen und arbeiten auf dem internationalen Campus. Ihr gemeinsames Ziel ist es, einen Beitrag für die Weiterentwicklung der Gesellschaft zu leisten. Mit gut 100 Studiengängen ist das Fächerangebot der Universität breit aufgestellt. Als eine der führenden europäischen Forschungsuniversitäten pflegt sie enge Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit. Gemeinsam mit neun jungen Universitäten und vier assoziierten Mitgliedern aus dem Hochschul-, Nichtregierungs- und privaten Bereich gestaltet die Universität Bremen in den nächsten Jahren eine der ersten Europäischen Universitäten. Das Netzwerk YUFE - Young Universities for the Future of Europe wird von der EU-Kommission gefördert. In der Region ist die Universität Bremen Teil der U Bremen Research Alliance. Die Kompetenz und Dynamik der Universität haben zahlreiche Unternehmen in den Technologiepark rund um den Campus gelockt. Dadurch ist ein bundesweit bedeutender Innovations-Standort entstanden - mit der Universität Bremen im Mittelpunkt.