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26.05.2019 – 13:35

Feuerwehr Gevelsberg

FW-EN: Berufsfeuerwehrtag bei der Jugendfeuerwehr Gevelsberg. 24 Stunden Dienst, wie bei den erwachsenen Einsatzkräften.

FW-EN: Berufsfeuerwehrtag bei der Jugendfeuerwehr Gevelsberg. 
24 Stunden Dienst, wie bei den erwachsenen Einsatzkräften.
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Gevelsberg (ots)

24-Stunden-Dienste - auch Berufsfeuerwehrtage genannt - sind bei den Jugendfeuerwehren noch immer total beliebt. Die Planung ist jedoch aufwändig und verlangt eine optimale Vorbereitung seitens der Jugendfeuerwehrwarte Nils Estermann und Christian Barth mit ihrem Team. Morgens Antreten, Fahrzeugbesatzungen einteilen und 24 Stunden Dienst auf der Feuerwache leisten, das ist der Berufsfeuerwehralltag. Jugendfeuerwehrmitglieder spielen den Dienstablauf einer Berufsfeuerwehr nach. Nachspielen deshalb, weil bei einer solchen Aktion der Spaß im Vordergrund stehen soll. Der Tagesablauf nach Dienstplan wird dabei immer wieder durch Übungen in der Form von unangekündigten "Einsätzen" unterbrochen. Mit einem Berufsfeuerwehrtag sollen mehrere pädagogische und soziale Ziele verfolgt werden. So trägt dieser Tag zum Kennenlernen untereinander bei, vertieft erlerntes Feuerwehrfachwissen, präsentiert die Jugendfeuerwehr in der Öffentlichkeit und bringt Spaß, Action und das Gefühl "ein echter Feuerwehrmann bzw. eine echte Feuerwehrfrau" zu sein. Anfang des Jahres wurden die Kinder und Jugendlichen anlässlich ihrer Jahresdienstbesprechung gefragt, was sie den gern mal machen wollen - einen "24-Stunden-Dienst" war ihre Antwort. Nun lag es an den Jugendwarten und Betreuern dies umzusetzen. Nach langen Überlegungen kam man dann auch zu einem durchaus guten Ablaufplan für dieses Jugendevent. Geplant wurde eine 24-Studendienst nach Vorbild der Berufsfeuerwehr. Der Dienst begann am Samstag, den 25.05. um 12°°Uhr und endete am Sonntag, den 26.05. um 12°°Uhr. Nach einigen organisatorischen Dingen, wie nochmals gesonderte Belehrung und Hinweise konnte es losgehen. Für das Nachtlager richteten die Jugendlichen als erstes die Feldbetten in der Feuerwache Nord an der Schwelmer Straße in Silschede her. Im Anschluss daran wurden die Jugendlichen zusammen mit der Jugendgruppe der Johanniter Unfallhilfe aus Wuppertal in der Thematik "Erste Hilfe" und "Gerätekunde" geschult. Die erlernte Theorie konnten die jungen Firefighter dann bei ihrem ersten Alarm direkt umsetzen. Auf dem Parkplatz der Fa. ABC simulierten die Führungskräfte der Jugendwehr einen Verkehrsunfall mit auslaufenden Betriebsmitteln. Der zweite Alarm folgte um 17 Uhr. Großeinsatz bei der Firma Heintze in der Gewerbestraße. Durch eine Explosion war es zu einem Brandausbruch in der Firma gekommen. Die Einsatzmaßnahmen der Jugendwehr: Menschenrettung, 4 Personen mussten aus dem Werkstattgebäude gerettet werden. Ferner wurde das Feuer im Gebäude mit einem C-Strahlrohr bekämpft und um das Übergreifen auf angrenzende Gebäude zu verhindern bauten die jungen Löschmeister eine Riegelstellung mit mehreren Strahlrohren auf. Wie die erwachsenen Einsatzkräfte meisterten die Jugendlichen den Einsatz mit Bravour und zeigten ihr Können mit viel Engagement. Kommentar eines Jugendfeuerwehrmannes nach dem Einsatz: "Wir ruhen uns jetzt erstmal aus bevor es dann beim nächsten Einsatz frisch und mit hoffentlich genauso so viel Elan wieder weiter geht." Kommentar des stellvertretenden Leiters der Feuerwehr Gevelsberg Rüdiger Kaiser: Eine starke Truppe, die man mit der Zeit bedenkenlos in die Einsatzabteilung übernehmen kann.

Um 22 Uhr war dann Nachtruhe angesagt. Wie im realen Alltag eines Berufsfeuerwehrmannes schrillten um 23:30 Uhr erneut die Alarmglocken. Diesmal fuhr die Jugendwehr zum Silscheder Sportplatz. Eine Person wurde in einem angrenzenden Waldstück vermisst und so musste der komplette Bereich abgesucht und mit Lichtmast und Scheinwerfern ausgeleuchtet werden. Vom Einsatz zurück an der Feuerwache Nord angekommen, fielen alle Jugendlichen müde aber dennoch weiterhin hoch motiviert in ihre Feldbetten. Am Sonntagmorgen um 7 Uhr erfolgte der nächste Einsatz. Containerbrand an einem Baumarkt in Silschede, zeitgleich musste eine Ölspur auf der Fahrbahn des Industriegebietes in Silschede bekämpft werden. Gegen 8:30 Uhr zurück vom morgendlichen Einsatz hieß es erst einmal "Frühstücken" auf der Feuerwache. Im Anschluss ließ man den Tag mit einem Spieleprogramm an der Feuerwache Nord ausklingen.

Nach 24 Stunden und insgesamt 5 Übungseinsätzen, bei denen die Jugendlichen ihr bisheriges Wissen unter Beweis stellen durften, war der 24-Stunden-Dienst 2019 zu Ende. Zufrieden, aber ziemlich erschöpft beendeten die jungen Kameraden ihre Schicht um 12 Uhr und kamen wieder Hause. Man erzählt sich, die meisten von ihnen brauchten erst mal eine "Mütze" voller Schlaf. Mit Stolz können wir berichten, dass alle gestellten Aufgaben hervorragend von den Mädchen und Jungen unserer Jugendfeuerwehr gemeistert wurden. Ein solch aufwändiger Event wäre ohne die ganze Hilfe und Unterstützung aller 3 Löschzüge, der Eltern und der Betreuer kaum auf die Beine zu stellen gewesen. Ein großes Dankeschön an alle die uns dieses Wochenende tatkräftig unterstützt haben. Ein besonderer Dank geht hierbei an die Firma Heintze und an die Firma ABC bei denen die Jugendfeuerwehr üben durfte und an den Hauptorganisator und stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart Christian Barth.

Die Jugendfeuerwehr Gevelsberg hat 53 Mitglieder im Alter von 10 bis 17 Jahren. Die Dienste finden alle 14 Tage montags an der Feuer- und Rettungswache Gevelsberg in der Körnerstraße statt. Jungen und Mädchen im passenden Alter mit dem Wohnsitz in Gevelsberg sind jederzeit eingeladen, hier mitzumachen! Anfragen bitte an Jugendfeuerwehr@stadtgevelsberg.de. 15 Betreuerinnen und Betreuer aus allen drei Gevelsberger Löschzügen kümmern sich um die Ausbildung der "Einsatzkräfte von morgen". Aber in erster Linie steht bei der Jugendfeuerwehr alles auf dem Programm, was Spaß macht!

Stadtbrandinspektor Rüdiger Kaiser Stellv. Leiter der Feuerwehr Gevelsberg

Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Gevelsberg
Stellv. Leiter der Feuerwehr
Rüdiger Kaiser
Telefon: 02332 66604825 od. 0171 694 26 10
E-Mail: rkaiser@kreisfeuerwehrzentrale-en.de

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