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26.03.2019 – 13:01

Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland

POL-WHV: Vorsicht: Hier spricht "NICHT" die Polizei! Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland warnt vor Anrufen falscher Polizeibeamter - seit Beginn des Jahres 18 Fälle im Zuständigkeitsbereich (2 Fotos)

POL-WHV: Vorsicht: Hier spricht "NICHT" die Polizei!
Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland warnt vor Anrufen falscher Polizeibeamter - seit Beginn des Jahres 18 Fälle im Zuständigkeitsbereich (2 Fotos)
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Wilhelmshaven (ots)

Es beginnt mit einem Telefonanruf und endet oftmals in einem 
finanziellen Desaster: 

Anrufe falscher Polizeibeamter sind in dem breiten Betrugsfeld 
verschiedenster Maschen keineswegs neu. Dabei haben die Betrüger nur 
ein Ziel vor Augen: An das Vermögen anderer Leute zu gelangen. 
"Durch eine zum Teil perfide Gesprächsführung setzen sie die 
Angerufenen so unter Druck, dass diese schließlich ihr Vermögen 
hergeben", warnt Polizeihauptkommissarin Katja Reents, Beauftragte 
für Kriminalprävention (BfK) der Polizeiinspektion 
Wilhelmshaven/Friesland.

 "Die Betrüger rufen mit einer technisch manipulierten "110"-Nummer 
an und geben sich als Polizei aus. Sie nutzen somit skrupellos das 
Vertrauen der Bevölkerung in die Organisation Polizei aus", betont 
Reents. Die Betrüger suchen sich in der Regel ältere Personen aus. 

"Das traurige an der Sache ist, dass die Seniorinnen und Senioren 
tatsächlich glauben, die Polizei bei ihrer Arbeit zu unterstützen und
dann oftmals ihre gesamten Ersparnisse zu verlieren!" ergänzt Reents.
Seit Beginn des Jahres beschäftigt die Polizeiinspektion 
Wilhelmshaven/Friesland 18 dieser Fälle. Davon liegen sieben im 
Stadtgebiet Wilhelmshaven und 11 im Landkreis Friesland.

 "Bei den meisten Anrufen blieb es dabei beim Versuch und die 
Angerufenen reagierten genau richtig!", lobt Reents. In wenigen 
Fällen kam es leider jedoch auch zu Vermögensverfügungen hoher 
Summen, so zum Beispiel Anfang März, als Betrüger zum Nachteil eines 
79-jährigen Mannes aus Schortens einen fünfstelligen Betrag 
erbeuteten.

Bei dieser Vorgehensweise handelt es sich um ein bundesweites 
Phänomen. Die Anrufer besitzen eine hohe Überzeugungskraft und das 
notwendige Geschick, Geschädigte davon abzuhalten, sich an die 
örtliche Polizei zu wenden. 

Bei den Tätern geht die Polizei von überregional agierenden Gruppen 
aus, die sich aus dem Ausland - in der Regel aus der Türkei - bei den
Opfern melden. Die Anrufe kommen offenkundig aus Call-Centern. 
Derartige Fälle sind auch in der Schweiz und in Österreich bekannt. 
Die Anrufer sind sehr sprachgewandt und psychologisch geschickt. 
Dabei wird zum Beispiel behauptet, das Geld sei bei den Opfern oder 
auf der Bank nicht mehr sicher oder Schmuck müsse auf Spuren 
untersucht werden. Am Ende werden dann hohe Geldbeträge oder 
wertvoller Schmuck an die Betrüger übergeben. 

Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat das Betrugsphänomen zum 
Anlass genommen und Mitte März die Präventionskampagne "Falsche 
Polizeibeamte" gestartet. Hierzu wurde eigens ein Aufsteller 
entwickelt, den sich ältere Menschen neben ihr Telefon stellen 
können. 

"So werden sie immer daran erinnert: Die Polizei ruft nicht unter 
"110" an! Und sie verlangt am Telefon weder Bargeld noch Schmuck", 
betont Reents, die zahlreiche Aufsteller vorhält und insbesondere bei
ihren Beratungsgesprächen aushändigt. 


Aus diesem Grunde gibt die Polizei folgende Tipps:

- Seien sie bei Anrufen - wenn sie sich nicht absolut sicher sind, 
das Gegenüber zu kennen - stets misstrauisch und schenken sie der 
angezeigten Nummer auf ihrem Display keine Beachtung; auch diese kann
technisch manipuliert worden sein.
- Erteilen sie per Telefon keine Auskünfte und gehen sie telefonisch 
auf keine Geldgeschäfte ein.
- Angehörige älterer Personen können dabei helfen, ihre Verwandten 
aufzuklären und das Verständnis dieser Vorgehensweise zu wecken.
- Außerdem steht den Bürgerinnen und Bürgern das Präventionsteam der 
Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland mit Rat und Tat zur Seite.

Folgende Polizeibeamte sind für Sie da:

Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention (BfK) ist unter der 
Rufnummer 04421/942-108 oder - unter 
prävention@pi-whv.polizei.niedersachsen.de zu erreichen.

Im Landkreis Friesland stehen Ihnen

Tanja Horst, Sachbearbeiter Prävention für den Bereich Jever 
(04461/9211-181) und 

Eugen Schnettler, Sachbearbeiter Prävention für den Bereich Varel 
(04451/923-146)

zur Verfügung.




 

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland
Pressestelle Wilhelmshaven
Telefon: 04421/942-104
und am Wochenende über 04421 / 942-215
www.polizei-wilhelmshaven.de
www.twitter.com/Polizei_WHV_FRI

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