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07.08.2020 – 12:01

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Für 5.000 Euro nach Deutschland - Syrerin gibt sich als Griechin aus

Bundespolizeidirektion München: Für 5.000 Euro nach Deutschland - Syrerin gibt sich als Griechin aus
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Rosenheim / A93 (ots)

Schleuser in Griechenland lassen sich ihre kriminellen Machenschaften teuer bezahlen. Von einer syrischen Staatsangehörigen haben sie wohl einen mittleren vierstelligen Betrag verlangt. Im Gegenzug versorgten die Schlepper sie für ihre illegale Reise nach Deutschland mit gefälschten Papieren und Flug- sowie Bustickets. Am Donnerstag (6. August) hat die Bundespolizei die Urkundenfälschung bei Grenzkontrollen auf der A93 aufgedeckt.

Die Frau wurde auf der Inntalautobahn nahe Kiefersfelden in einem italienischen Fernreisebus kontrolliert. Ihr vorgezeigter griechischer Ausweis konnte von den Bundespolizisten rasch als Fälschung entlarvt werden. Zudem fanden sie bei der Durchsuchung echte syrische Dokumente. Dennoch bestand die Frau zunächst darauf, Griechin zu sein. Als jedoch ein Gespräch mit einer griechisch sprechenden Beamtin fehlschlug, gestand sie schließlich, ursprünglich aus Syrien zu kommen. Eigenen Angaben zufolge hatte die 28-Jährige ihre gefälschte Identitätskarte von Schleusern in Griechenland erworben. Die gesamte Organisation ihrer Tour über Italien nach Deutschland habe sie 5.000 Euro gekostet. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen musste die Frau das Land wieder verlassen. Sie wurde den österreichischen Behörden übergeben.

Rückfragen bitte an:

Yvonne Oppermann
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 - 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2201
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. Sie
geht zwischen Chiemsee und Zugspitze besonders gegen die
Schleusungskriminalität vor. Im etwa 200 Kilometer langen Abschnitt
des deutsch-österreichischen Grenzgebiets wirkt sie zudem der
ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt die
Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern und
in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden oder Bahnanlagen. Der bahn- und grenzpolizeiliche
Verantwortungsbereich der rund 450 Inspektionsangehörigen erstreckt
sich auf die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen,
Garmisch-Partenkirchen sowie auf die Stadt und den Landkreis
Rosenheim. Weitere Informationen erhalten Sie über oben genannte
Kontaktadresse, unter www.twitter.com/bpol_by oder
www.bundespolizei.de.

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