Alle Meldungen
AbonnierenFolgen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Bundespolizeidirektion München
Keine Meldung von Bundespolizeidirektion München mehr verpassen.

17.01.2020 – 10:57

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Bundespolizei vereitelt Schleusung unter lebensgefährlichen Umständen

Bundespolizeidirektion München: Bundespolizei vereitelt Schleusung unter lebensgefährlichen Umständen
  • Bild-Infos
  • Download

Simbach (ots)

Beamte der Bundespolizei Passau haben am Donnerstag (16. Januar) gegen 12.00 Uhr auf der B12 am Parkplatz Hart eine Einschleusung unter lebensbedrohlichen Bedingungen verhindert. Zwei der insgesamt sechs geschleusten Personen lagen ungesichert im verschlossenen Kofferraum des Fahrzeugs. Der Fahrer wird am heutigen Freitag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Bei der Kontrolle eines fünfsitzigen VW Polo mit deutschem Kennzeichen konnte sich der 35-jährige irakische Fahrer mit einem deutschen Aufenthaltstitel ausweisen. Die vier zwischen 15 und 22 Jahre alten syrischen und iranischen Mitfahrer konnten keine Ausweisdokumente vorzeigen. Die Fahnder entdeckten im verschlossenen Kofferraum des Autos zudem zwei weitere Personen, welche der Schleuser der Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung aussetzte. Auch sie waren ohne Passpapiere. Die Insassen gaben an, für die Schleusungen Summen im hohen vierstelligen Bereich bezahlt zu haben.

Nach Anordnung der Staatsanwaltschaft Landshut durchsuchten Beamte der Bundespolizeiinspektion Kleve die Wohnung des Beschuldigten in Nordrhein-Westfalen. Hier wurde der 12-jährige Sohn des Schleusers angetroffen, den dieser für mehrere Stunden alleine in der Wohnung ließ. Der Junge wurde dem zuständigen Jugendamt übergeben.

Der Iraker wird mit dem Ziel der Untersuchungshaft dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht in Landshut vorgeführt. Ein Ermittlungsverfahren wegen Einschleusung unter lebensgefährdender Behandlung wurde eingeleitet. Die restlichen Fahrzeuginsassen werden wegen unerlaubter Einreise angezeigt, fünf von ihnen werden nach Österreich zurückgewiesen. Der 15-Jährige wurde dem zuständigen Jugendamt übergeben. Weitere Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat übernimmt der Ermittlungsdienst der Bundespolizei Passau.

Rückfragen bitte an:

Daniel Gibis
Bundespolizeiinspektion Passau
Danzigerstraße 49 | 94036 Passau
Telefon: 0851 756 350 116
E-Mail: passau.presse@polizei.bund.de

Die Zuständigkeit der Bundespolizeiinspektion Passau mit ihren
Revieren in Passau, Freyung, Landshut und Zwiesel erstreckt sich auf
den gesamten Regierungsbezirk Niederbayern ohne den Landkreis
Kelheim.
Die polizeilichen Aufgaben umfassen insbesondere die
Binnengrenzfahndung an den Schengen-Binnengrenzen zu Tschechien und
Österreich, die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität
sowie die Gefahrenabwehr im Bereich der Bahnanlagen des Bundes und
die Sicherheit der Bahnreisenden.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder
unter oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell