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25.07.2019 – 13:52

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Mehr Insassen als Sitzplätze - Ermittlungen wegen lebensgefährdender Schleusung: Bundespolizei fasst mutmaßlichen Wiederholungstäter bei Schleusungsaktion

Bundespolizeidirektion München: Mehr Insassen als Sitzplätze - Ermittlungen wegen lebensgefährdender Schleusung: Bundespolizei fasst mutmaßlichen Wiederholungstäter bei Schleusungsaktion
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Mittenwald / Rosenheim (ots)

Die Bundespolizei hat am Mittwoch (24. Juli) bei Mittenwald eine lebensgefährliche Schleusung beendet. Der irakische Fahrzeugführer versuchte, mehrere Landsleute illegal über die Grenze zu bringen. In seinem Auto saßen ungesichert mehr Personen, als überhaupt Sitzplätze verfügbar waren. Bereits 2018 hatte der Mann wegen Einschleusens eine Bewährungsstrafe erhalten. Auf richterliche Anordnung hin muss der 48-Jährige in Untersuchungshaft.

In den frühen Morgenstunden stoppten Bundespolizisten bei Mittenwald einen Pkw mit italienischen Kennzeichen. Der irakische Fahrer wies sich ordnungsgemäß aus. Die sechs weiteren Insassen, darunter drei Kinder, waren ohne Dokumente unterwegs. Laut eigenen Angaben stammen sie ebenfalls aus dem Irak. Da der Wagen insgesamt nur fünf Sitzplätze hat, mussten sich die Kinder einen Platz teilen beziehungsweise die Fahrt auf dem Schoß eines Erwachsenen verbringen. Es gab keine Kindersitze und keiner der Mitfahrer war angeschnallt. Die Bundespolizei Rosenheim ermittelt gegen den Fahrzeugführer wegen Einschleusens von Ausländern unter lebensgefährdenden Umständen.

Einer der Migranten wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Die übrigen fünf Personen werden voraussichtlich unmittelbar wieder nach Griechenland zurückkehren müssen, da sie dort bereits von den zuständigen Behörden registriert worden waren. Der Haftrichter in München hat für den mutmaßlichen Schleuser die Untersuchungshaft angeordnet.

Rückfragen bitte an:

Yvonne Oppermann
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 - 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. In
einem rund 200 Kilometer langen Abschnitt des
deutsch-österreichischen Grenzgebiets begegnen die etwa 420
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der illegalen Migration und gehen
vor allem gegen die Schleusungskriminalität vor. Der bahn- und
grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Auf rund 370
Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen die
Bundespolizisten zwischen Chiemsee und Zugspitze für die Sicherheit
der Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten
Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

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