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21.06.2019 – 13:49

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Unter falschen Personalien - Rumäne ist in Wirklichkeit Moldauer - Bundespolizei verhaftet mehrere gesuchte Männer

Bundespolizeidirektion München: Unter falschen Personalien - Rumäne ist in Wirklichkeit Moldauer - Bundespolizei verhaftet mehrere gesuchte Männer
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Rosenheim / A93 (ots)

Die Rosenheimer Bundespolizei hat im Rahmen der Grenzkontrollen einen Moldauer, einen Serben und einen Rumänen verhaftet. Die von der Justiz gesuchten Männer wurden auf der A93 beziehungsweise im Regionalzug aus Kufstein angetroffen. Gegen jeden der drei lag jeweils ein Haftbefehl vor. Am Donnerstag beziehungsweise Freitag (21. Juni) mussten sie ins Gefängnis.

Bei der Kontrolle der Insassen eines italienischen Reisbusses, zeigte ein Fahrgast einen rumänischen Ausweis vor. Die Bundespolizisten erkannten, dass es sich hierbei um eine Fälschung handelt. Ersten Nachforschungen zufolge hatte der mutmaßliche Urkundenfälscher im Mai dieses Jahres seinen Wohnsitz im Landkreis Karlsruhe unter den im gefälschten Dokument genannten Personalien angemeldet und sich somit offenbar eine neue Identität aufgebaut. Mithilfe seiner Fingerabdrücke fanden die Beamten heraus, dass der vermeintliche Rumäne in Wirklichkeit ein Moldauer ist und von der Berliner Staatsanwaltschaft gesucht wird. Der 31-Jährige war Anfang 2018 vom Amtsgericht Tiergarten wegen besonders schweren Diebstahls zu einer Geldstrafe in Höhe von 800 Euro zuzüglich Verfahrenskosten von rund 1.330 Euro verurteilt worden. Sollte er seine Justizschulden nicht begleichen können, muss er ersatzweise für 80 Tage in Haft. Unabhängig davon wurde er auf richterliche Anordnung von der Bundespolizei ins Bernauer Gefängnis gebracht. Dort hat er - unter seinen richtigen Personalien - vorerst auf die Durchführung des Strafverfahrens wegen der vorgeworfenen Urkundenfälschung und des illegalen Einreisversuchs zu warten.

Für das Reiseende eines Serben, der mit einem Regionalzug von Österreich kommend unterwegs war, sorgte die Bundespolizei am Rosenheimer Bahnhof. Der im Landkreis Rosenheim gemeldete 41-Jährige wurde von der Traunsteiner Staatsanwaltschaft mit einem Haftbefehl gesucht. Wegen der Entziehung Minderjähriger hatte der Mann eine Geldstrafe von 2.000 Euro zu begleichen. Mangels finanzieller Möglichkeiten muss er ersatzweise eine 50-tägige Freiheitsstrafe verbüßen. Die Bundespolizisten lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein.

Wegen eines dringenden Tatverdachts wurde ein Rumäne gesucht. Der 24-Jährige war als Fahrer eines Pkw mit französischer Zulassung unterwegs. Bei seiner Kontrolle auf der Inntalautobahn schlug sinnbildlich der Polizeicomputer Alarm. Laut Haftbefehl des Amtsgerichts Tiergarten hat der Flüchtige eine erhebliche Haftstrafe zu erwarten. Der Mann soll 2018 gewerbsmäßig und gemeinschaftlich mit anderen Tätern mehrere schwere Diebstähle in Berlin begangen haben. Die Bundespolizei führte den Verhafteten Freitagvormittag beim Rosenheimer Amtsgericht vor. Anschließend wurde der Rumäne der richterlichen Anordnung entsprechend nach Traunstein ins Gefängnis gebracht.

Rückfragen bitte an:

Rainer Scharf
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 - 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. In
einem rund 200 Kilometer langen Abschnitt des
deutsch-österreichischen Grenzgebiets begegnen die etwa 420
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der illegalen Migration und gehen
vor allem gegen die Schleusungskriminalität vor. Der bahn- und
grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Auf über 370
Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen die
Bundespolizisten zwischen Chiemsee und Zugspitze für die Sicherheit
der Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten
Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

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