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22.01.2019 – 11:33

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Couragierte Reisende greifen ein Mit Messer gegen Hinweisgeber auf Rauchverbot

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München (ots)

Eine 34-jährige, geistig verwirrte Frau ging am Montagnachmittag (21. Januar) in einer S4 mit einem Messer auf einen Mann zu, der sie auf das Rauchverbot aufmerksam gemacht hatte. Drei couragierte Mitreisende griffen beherzt ein.

Gegen 17:50 Uhr zündete sich eine 34-Jährige, in einer Richtung Geltendorf verkehrenden S4, eine Zigarette an. Ein unbekannter Fahrgast machte die Frau aus Eichenau auf das Rauchverbot in der Münchner S-Bahn aufmerksam und forderte sie auf, das Rauchen zu unterlassen. Nach einer anschließenden verbalen Auseinandersetzung ging die laute, aggressive Frau mit einem Einhandmesser (Klingenlänge ca. 11 cm) auf den Mann los. Dieser konnte der Frau das Messer entwenden. Vier Mitreisende, ein 26-Jähriger aus Augsburg, ein 33-Jähriger aus Eichenau, ein 49-Jähriger aus Kottgeisering und eine 54-Jährige aus Fürstenfeldbruck, schritten couragiert ein und konnten weitere Angriffe unterbinden. Während der Attackierte und die Mitreisenden unverletzt blieben, zog sich die 34-Jährige oberflächliche Schnittverletzungen an einem Finger zu, die durch hinzugerufene Sanitäter am Bahnsteig in Eichenau erstversorgt wurden.

Die mit 0,52 Promille alkoholisierte 34-Jährige war den vor Ort anwesenden Beamten der Polizeiinspektionen Olching und Gröbenzell einschlägig bekannt. Bei der Durchsuchung der Eichenauerin wurden u.a. eine ungeladene Softairwaffe P30 mit Plastikmunition, Tierabwehrspray, ein weiteres Messer mit feststehender, ca. 10 cm langer Klinge sowie ein Multitool aufgefunden. Das verwandte Messer befand sich in einem Holster griffbereit an einem Einsatzgürtel; das zweite Messer in einer Jackeninnentasche. Die anderen Gegenstände in einem Rucksack.

Wegen Fremd- und Eigengefährdung wurde die Polizeibekannte von der Bayerischen Landespolizei in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Gegen sie wird seitens der Bundespolizei nun wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie Bedrohung ermittelt.

Die Bundespolizei bittet den bislang unbekannten Mann, der mit dem Messer attackiert wurde, und am Haltepunkt Buchenau die S-Bahn verließ, sich bei der Inspektion am Münchner Hauptbahnhof (089/515550-111) zu melden.

Rückfragen bitte an:

Petra Wiedmann
Bundespolizeiinspektion München
Arnulfstraße 1 a - 80335 München
Pressestelle
Telefon: 089 515 550 224
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Der
räumliche Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
mit dem Bundespolizeirevier München Ost und Diensträumen in Pasing
und Freising umfasst neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis
München die benachbarten Landkreise Dachau, Ebersberg,
Fürstenfeldbruck, Starnberg, Erding und Freising. Sie finden uns im
Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben Gleis 26.
Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 - 111 zu
erreichen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder
oben genannter Kontaktadresse.

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