Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (725) Kreditbetrüger ermittelt - weitere Opfer gesucht

        Erlangen (ots) - Bereits im November 2001 konnte durch die
Ermittlungsarbeit der Erlanger Polizei ein 23 Jähriger berufs- und
arbeitsloser Erlanger ermittelt werden, der zunächst die Taten
abstritt. Nach weiteren Ermittlungen gab er aber  rund 70 Diebstähle
in Büros der Innenstadt mit einem Gesamtschaden von rund 11.000 Euro
zu.

  Wie die Ermittlungen weiter ergaben, streifte der Arbeitslose ganz
gezielt  in den Instituten und Büros umher, um jede sich bietende
Gelegenheit zu nutzen, Geld zu stehlen. Dabei störte es ihn auch
nicht, wenn Mitarbeiter ihn auf den Grund seiner Anwesenheit
ansprachen. Danach suchte er sich für kurze Zeit ein anderes
Bürogebäude aus.

  Da der Erlanger durch diese Diebstähle seinen Lebensunterhalt nicht
gänzlich  bestreiten konnte, sprach er  in  bisher zwölf bekannten
Fällen ihm völlig unbekannte  Passanten und weitläufige Bekannte aus
seinem persönlichen Umfeld an und gaukelte ihnen eine finanzielle
Notlage vor, wobei er diese eindringlich um Geld bat. Hierbei
erhielt er rund 87.000 Euro Bargeld. Die Gläubiger vertröstete er
mit von ihm ausgefüllten Überweisungsträger von seinem nicht
gedeckten Konto.  Dies wiederholte er sogar noch, als gegen ihn
bereits das Ermittlungsverfahren wegen der Bürodiebstähle betrieben
wurde.

  In mindestens sieben weiteren Betrugsfällen, die erst jetzt bekannt
wurden, wird zurzeit noch gegen den Täter ermittelt. Wie die
ermittelnden Polizeibeamten vermuten, könnten sich weitere Opfer aus
Scham noch nicht offenbart haben. Dies wird unter anderem auch auf
die Tatsache zurückgeführt, dass nur rund die Hälfte der
Bürodiebstähle von den Geschädigten selbst angezeigt wurde.

  Nachdem sich der Täter zunächst nicht einsichtig zeigte und die
Gefahr von Wiederholungstaten weiter bestand, wurde gegen den
Erlanger bereits im Dezember 2001 vom Ermittlungsrichter des AG
Erlangen die Untersuchungshaft angeordnet.



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