Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1918) Handtaschenraubüberfälle scheinen geklärt - Tatverdächtiger in Haft

Nürnberg (ots) - Wie berichtet (Meldung 1194 vom 21.06.2015 und 1241 vom 29.06.2015), raubte am Freitagnachmittag (19.06.2015) ein bislang Unbekannter im Stadtteil Wöhrd einer Frau (66) die Handtasche. Neun Tage später wurde an einem Sonntagvormittag (28.06.2015) einer Seniorin (80) im Stadtteil Gärten Hinter der Veste ebenfalls die Handtasche geraubt. Zwischenzeitlich gelang es der Polizei, einen Tatverdächtigen (20) zu ermitteln.

Im ersten Fall war das Opfer gegen 15:00 Uhr zu Fuß in der Feldgasse unterwegs, als der Täter ihr unvermittelt gegenübertrat, eine Flüssigkeit ins Gesicht sprühte und gleichzeitig so an der Handtasche riss, dass die Frau umstürzte. Anschließend rannte der Räuber mit seiner Beute davon.

Ein Ehepaar (67 und 72) half der 67-Jährigen und brachte sie mit brennenden Augen und einer Reizung der Atemwege, sowie einer Verletzung an der Hand zum Rotkreuzhaus in der Sulzbacher Straße. Anschließend fuhr das Ehepaar die umliegenden Straßen ab und fand die Handtasche in der Krellerstraße, nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt und brachte sie zurück.

Im zweiten Fall war die 80-Jährige kurz nach 10:00 Uhr zu Fuß in der Wilderstraße unterwegs. Von hinten näherte sich der Täter mit einem roten Damenfahrrad. Gewaltsam entriss er der Frau die über den Arm getragene Handtasche. Das Opfer schaffte es noch, das Fahrrad festzuhalten, sodass der Räuber stürzte und zu Fuß in Richtung Kobergerstraße flüchtete. Das Opfer brach sich einen Arm. Ein Zeuge (29) verfolgte den Flüchtigen. Dieser ließ kurz darauf die Handtasche fallen. Zuvor hatte er daraus eine braune Ledergeldbörse mit einem geringen Bargeldbetrag entnommen. Der 29-Jährige brachte die Handtasche wieder zurück. Den Räuber hatte er aus den Augen verloren.

Die weiteren Ermittlungen übernahm das Fachkommissariat der Nürnberger Kripo. Beamte der Spurensicherung untersuchten das am Tatort zurückgelassene Fahrrad und sicherten dabei DNA-Spuren, die dem Tatverdächtigen zugeordnet werden konnten. Aufgrund einer nahezu gleichlautenden Täterbeschreibung und der räumlichen Nähe in beiden Fällen richtete sich auch im zweiten Fall der Tatverdacht gegen den 20-Jährigen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth erließ ein Richter beim Amtsgericht Nürnberg einen Haftbefehl und einen Durchsuchungsbeschluss. Letztlich konnte der mutmaßliche Räuber in einer Wohnung in der Südstadt festgenommen werden.

Gegenüber dem Ermittlungsrichter räumte der Beschuldigte beide Taten ein. Er befindet sich seitdem in Haft.

Robert Sandmann/gh

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