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25.09.2018 – 12:17

Polizei Korbach

POL-KB: Waldeck-Frankenberg - "Gewinnversprechen" am Telefon: Betrüger verlangten Vorauszahlung von zwei Senioren

Korbach (ots)

Zwei Senioren aus Twistetal und einem Korbacher Ortsteil erhielten am Montag vergangener Woche einen Anruf von Betrügern, die ihnen einen vermeintlichen Gewinn vorgaukelten. Im Twistetaler Fall wurde eine Gewinnsumme von zunächst 47.000 Euro in Aussicht gestellt. Dazu mussten aber zunächst 910 Euro Bearbeitungsgebühren überwiesen werden, was die 58jährige vermeintliche Gewinnerin auch per Online-Banking tat. Gestern erhielt sie dann einen erneuten Anruf, bei dem ihr ein Gewinn von 150.000 Euro versprochen wurde. Dazu müsse sie allerdings erst eine Versicherung in Höhe von 9.000 Euro abschließen. Als sie am Telefon erklärte, dass sie bereits Anzeige bei der Polizei erstattet habe, wurde das Gespräch beendet. Im Fall eines 67jährigen Rentners aus einem Korbacher Ortsteil wurde eine Gewinnsumme in Höhe von 149.000 Euro versprochen. Er ließ sich auf die Sache ein und verschickte per DHL-Expressversand eine Bearbeitungsgebühr von 2.930 Euro nach Georgien. Als er gestern einen erneuten Anruf erhielt und eine weitere Bearbeitungsgebühr in Höhe von 7.980 Euro zahlen sollte, ging er zur Bank, um dafür einen Kredit aufzunehmen. Der Bankangestellte durchschaute die Betrugsmasche und informierte den Rentner, der dann sofort Anzeige bei der Polizei erstattete.

So schützen Sie sich vor dem Betrug am Telefon:

   -	Schenken Sie telefonischen Gewinnversprechen keinen Glauben - 
insbesondere wenn die Einlösung des Gewinns an Bedingungen geknüpft 
ist! -	Lassen Sie sich von angeblichen Amtspersonen am Telefon nicht 
unter Druck setzen. Angehörige deutscher Strafverfolgungsbehörden 
würden Sie niemals am Telefon zu einer Geldüberweisung nötigen! Bei 
echten Gewinnen müssen Sie kein Geld im Voraus überweisen! -	Geben 
Sie telefonisch keine persönlichen Informationen weiter: keine 
Telefonnummern, Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen, 
Kreditkartennummern oder Informationen zum persönlichen Umfeld! -	 
Ändern Sie gegebenenfalls Ihre Rufnummer, um zukünftig nicht 
belästigt zu werden! -	Wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt oder 
Sie bereits Opfer geworden sind, wenden Sie sich an die Polizei unter
110 -	Achten Sie auch auf Ihre Angehörigen, Freunde, Ihre Nachbarn, 
Kunden und Patienten und informieren Sie diese vorsorglich über die 
genannten Tipps! 

Jörg Dämmer Polizeihauptkommissar

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg
Pommernstr. 41
34497 Korbach
Pressestelle

Telefon: 05631/971 160 oder -161
Fax: 05631/971 165
E-Mail: pp-poea-korbach-ast.ppnh@polizei.hessen.de
http://www.polizei.hessen.de

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