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POL-WE: Bürger - Polizei - Im Schulterschluss geht es am Besten - Wie jeder ein bisschen Polizist sein kann

Symbolbild
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Friedberg (ots) - Den Spruch von der Polizei als "Freund und Helfer" kennen schon die Kleinsten, die mit leuchtenden Augen den silberblauen Streifenwagen hinterherschauen und die PolizistInnen in Uniform bewundern. In Freundschaftsbüchern der Grundschulzeit dürfte der Berufswunsch Polizist einer der am häufigsten genannten sein. Für alle Großen, die das auch einmal geschrieben haben und doch einen anderen Beruf wählten, haben wir gute Nachrichten: Um seinen Mitmenschen und der Polizei zu helfen braucht man gar nicht selbst Polizist zu sein. Wie das geht? Wir haben mal ein paar Beispiele gesammelt.

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Der nächtliche Harndrang hat Sie geweckt?

Verschlafen treten Sie den Weg in Richtung sanitärer Einrichtung an und lassen Ihren Blick durch das Fenster auf die Straße fallen. Aus dem Augenwinkel nehmen Sie wahr, dass das Licht durch den Bewegungsmelder auf dem Nachbargrundstück gerade angeht. Unsere Bitte: Die Augen jetzt - im Notfall mit der Unterstützung von Streichhölzern - etwas weiter öffnen und genauer hinschauen. Treiben sich fremde Personen auf Nachbars Grundstück herum, die dort möglicherweise Straftaten verüben oder ist es nur die Katze auf Mäusejagd, die der Bewegungsmelder erfasst hat? Im Fall 1: Sofort die Polizei verständigen. Im Fall 2: Streichhölzer raus und weiterschlafen.

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Heute steht Shopping auf dem Programm?

Auch wenn Sie schmal gebaut sind - aus dem Auto rauskommen ist bei der Enge mancher Parklücke ganz schön schwierig. Und das ist nicht das einzige Problem. Viele Personen tummeln sich auf Parkplätzen und es wird rangiert, um die Parklücke zu treffen. Nicht immer geht dabei alles glatt. Sie machen sich schon so Ihre Gedanken, wie Sie heil vom Parkplatz kommen, als Sie sehen, wie der Einkaufswagen des Parknachbarn auf dem leicht abschüssigen Gelände gerade gegen ein anderes geparktes Auto rollt. Den entstandene Kratzer am fremden Auto scheint der Einkaufswagennutzer nicht weiter schlimm zu finden. Er bringt den Wagen weg, setzt sich in sein Auto und fährt davon.

Unsere Bitte: Kennzeichen merken und sofort die Polizei anrufen. Ob Auto gegen Auto, Tür gegen Auto oder Einkaufswagen gegen Auto - es handelt sich um einen Unfall. Wer abhaut begeht eine Unfallflucht. Sie würden sich sicher ärgern, wenn Sie den Schaden hätten und der Verursacher sich aus dem Staub macht. Also denken Sie an Ihre Mitmenschen und stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung. By the way: Einen Zettel am Auto hinterlassen ist nett gemeint, aber zu wenig. Mal fliegt er weg, mal kann er nicht gelesen werden und oft reichen die Infos nicht aus, um den Unfallflüchtigen wirklich zu ermitteln.

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Sie sind interessierte Nachbarn?

Neugierde ist das eine, Interesse das andere. Sich kennen sich in Ihrer Wohngegend am besten aus. Sie wissen welche Personen dort normalerweise unterwegs sind und welche eben nicht. Da fährt gerade ein Kleintransporter mit auswärtigem Kennzeichen langsam durch die Straße. Eine Frau steigt aus und klingelt bei der betagten Seniorin, die allein zu Hause ist.

Unsere Bitte: Egal wie gut Ihre Nachbarschaft ist, interessieren Sie sich für das was da gerade passiert. Gehen Sie doch mal rüber und fragen ganz freundlich, ob Sie helfen können. Führt die fremde Frau etwas im Schilde, wird sie vermutlich eiligst das Weite suchen. Hat sie ein berechtigtes Interesse, dann können Sie vielleicht wirklich weiterhelfen. Auf jeden Fall können Sie damit aber verhindern, dass die Nachbarin Opfer einer Straftat wird.

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Der Spaziergang mit dem Hund ist ein Muss?

Entspannend ist so ein Gang durch die Natur bei Wind und Wetter mit dem Vierbeiner, aber auch spannend was die Fellnase so alles erschnüffelt. Und Sie? Ein paar Jungs nutzen gerade den arbeitsfreien Tag der Bauarbeiter aus und verwandeln die Baustelle am Ortsrand in einen Abenteuerspielplatz. Spaß haben die Jungs - aber die lauernden Gefahren sehen sie in ihrer Neugierde und ihrem Erlebnisdrang nicht.

Unsere Bitte: Sprechen Sie die Jungs an. Vielleicht trollen sie sich kleinlaut, möglicherweise machen sie aber auch einen auf cool und unantastbar. Dann rufen Sie einfach die Polizei an - Die bringt die Halbstarken zu Mama und Papa und verhindert damit, dass ihnen etwas zustößt.

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Es sind nur einige Beispiele von vielen, die wir hier anführen könnten. Wer die Augen offen hält, der kann für seine Mitmenschen jederzeit "Freund und Helfer" sein, andere vor Gefahren schützen oder der Polizei bei der Aufklärung von Straftaten helfen. Ganz wichtig ist uns: Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr! Im Zweifelsfall gilt immer: Das Geschehen aus sicherer Entfernung beobachten und die Polizei verständigen. Unsere KollegInnen am Notruf können Sie dann Coachen und Tipps geben, wie Sie sich am besten weiter verhalten.

Sylvia Frech, Pressesprecherin

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