POL-HA: Hagener kündigt nach häuslicher Gewalt an, gegen Rückkehrverbot zu verstoßen
Hagen-Wehringhausen (ots)
Ein Hagener kündigte am Montag (05.01.) nach einer häuslichen Gewalt an, gegen ein durch die Polizei erteiltes Rückkehrverbot verstoßen zu wollen. Die Frau des Mannes hatte zuvor den Notruf (110) gewählt, obwohl der 36-Jährige nach ihren Angaben damit gedroht hatte, sie umzubringen, sollte sie die Polizei verständigen.
Gegen 13 Uhr geriet das Paar in einem Mehrfamilienhaus in Wehringhausen in Streit. Die Ehefrau gab an, dass der Konflikt aus einer Nichtigkeit heraus entstanden war. Ihr Mann habe sie mehrfach mit der Faust geschlagen, sie am Arm gegriffen und festhalten wollen. Nachdem es der Frau gelang, sich loszureißen, flüchtete sie auf den Balkon und setzte den Notruf ab. Der 36-Jährige verließ in der Zwischenzeit die Wohnung. Einer Streifenwagenbesatzung berichtete die Hagenerin, dass es seit ein paar Jahren zu häuslichen Gewalten zu ihrem Nachteil komme. Sie glaube jedoch nicht, dass ihr Ehemann sie wirklich umbringen wolle. Einen Strafantrag wollte sie nicht stellen. Durch das Erscheinen der Polizei erhoffe sich die Hagenerin jedoch, dass eine Besserung für die Beziehung eintritt.
Die Einsatzkräfte kontaktierten den 36-Jährigen telefonisch und erteilten ihm ein 14-tägiges Rückkehrverbot für die gemeinsame Wohnung. Der Hagener entgegnete, dass sich das Paar nicht geschlagen, sondern lediglich geschubst habe. Eine räumliche Trennung akzeptiere der Mann nicht, an das Rückkehrverbot werde er sich nicht halten. Er habe kein Interesse an der schriftlichen Verfügung und wolle nichts mit der Polizei zu tun haben. Seine Frau würde zudem zu seinen Gunsten vor Gericht aussagen.
Die Beamten klärten den 36-Jährigen über die Konsequenzen auf, sollte er sich nicht an das Rückkehrverbot halten. Sie informierten ihn darüber, dass ihm ein Zwangsgeld sowie eine Ingewahrsamnahme drohen. Der Mann muss sich wegen Körperverletzung und Bedrohung verantworten, die Beamten leiteten ein Strafverfahren gegen ihn ein. (arn)
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