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13.09.2019 – 13:03

Polizei Gütersloh

POL-GT: Verkehrssicherheitsaktion - "sicher.mobil.leben 2019 - Brummis im Blick"

Gütersloh (ots)

Kreis Gütersloh (MK) - Am Donnerstag (12.09.) führte die Polizei Gütersloh in der Zeit von 09.00 - 16:00 Uhr im Rahmen der länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion "sicher.mobil.leben 2019 - Brummis im Blick" Schwerlastkontrollen im Kreisgebiet durch.

Im Zuge fortschreitender nationaler und internationaler wirtschaftlicher Verflechtungen nimmt der gewerbliche Personen- und Güterverkehr stetig zu. Rund 70% aller Güter werden per LKW transportiert, Tendenz steigend. Insbesondere Berufskraftfahrer sind einem hohen Zeit- und Kostendruck ausgesetzt. Zugleich tragen sie eine besondere Verantwortung für ihre eigene Sicherheit sowie die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer.

Der Schwerpunkt der Kontrollen lag in der Überwachung der Lenk- und Ruhezeiten im gewerblichen Güter- und Personenverkehr, dem technischen Zustand der LKW und der Ladungssicherung.

Zum einen ist Müdigkeit am Steuer ein unterschätztes Unfallrisiko im Straßenverkehr. Berufskraftfahrer sind besonders gefährdet am Steuer einzuschlafen: Unregelmäßige Arbeitszeiten, lange Fahrten ohne Begleitung und monotone Strecken auf der Autobahn begünstigen Müdigkeit und Sekundenschlaf. Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten sind bei LKW-Fahrenden daher häufig die Ursache für schwere Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Der technische Zustand der LKW war ebenfalls ein Schwerpunktthema im Rahmen dieser Kontrollen. Die Technikkontrollen dienen hierbei im besonderen Maße dazu, die Verkehrssicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Bei bisher durchgeführten Verkehrskontrollen wurden in der Hauptsache Mängel im Bereich der Lichtanlage, der Räder, Reifen und Achsen sowie der Bremsanlage festgestellt. Mangelnde Ladungssicherung ist häufig die Ursache dafür, dass auf der Straße Ladung verloren wird und es infolge dessen zu Behinderungen und im schlimmsten Fall zu Unfällen kommt - mitunter mit schweren Folgen. Ungesichertes oder unzureichend gesichertes Ladegut setzt sich z.B. bei plötzlichen Brems- und Lenkvorgängen unweigerlich in Bewegung. Hinzu kommt, dass Thema Überladung. Überladene LKW werden instabil und sind schwer zu steuern. Auch wegen des längeren Bremsweges und der größeren Aufprallenergie beeinträchtigen überladene LKW die Verkehrssicherheit, indem sie das Unfallrisiko und die Schwere der Unfälle erhöhen. Bei der Überladung von LKW ist immer auch ein möglicher Wettbewerbsvorteil zu beachten. Unternehmer die überladene LKW einsetzen, sparen hierdurch diverse Transportkosten ein und können dadurch deutlich kostengünstiger kalkulieren. Dieser Wettbewerbsvorteil steht bei der Polizei und den zuständigen Bußgeldstellen in NRW ebenfalls im Fokus und wird im Rahmen von Gewinnabschöpfungsverfahren verfolgt.

Aus Anlass des bundesweit angesetzten Kontrolltages wurden Kontrollstellen in Herzebrock-Clarholz an der B 64 in Höhe der Firma Craemer und in Langenberg an der B 55 in Höhe der Firma Lüning Ladenbau eingerichtet. Die daran beteiligten neun Beamte des Verkehrs- und Wachdienstes kontrollierten dabei 57 LKW und Kleintransporter. Bei 26 dieser Fahrzeuge gab es Beanstandungen.

Es wurden Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten, der Ladungssicherung, dem technischen Zustand und dem Tierschutz festgestellt.

Die Polizei leitete insgesamt 10 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, mit Bußgeldhöhen zwischen 90 und 1600 Euro und weitere 16 Verstöße mit Verwarnungsgeldern in Höhe von insgesamt 650 Euro.

Bei einem LKW-Fahrer stellten die Beamten drogentypische Auffälligkeiten fest. Da auch der Drogenvortest positiv ausfiel, wurde ihm eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt wurde untersagt. Der LKW-Fahrer muss nun mit einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro, einem Monat Fahrverbot sowie zwei Punkten beim Kraftfahrtbundesamt rechnen.

Ein ausländischer Verkehrsteilnehmer musste zur Durchführung des Verfahrens eine Sicherheitsleistung in Höhe von 300 Euro vor Ort entrichten.

Die Polizei Gütersloh wird auch in Zukunft regelmäßige Schwerlastkontrollen im Bereich des gewerblichen Güter- und Personenverkehr durchführen, damit wir alle auch zukünftig "sicher.mobil.leben".

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