POL-PPMZ: Mainz - Polizeiarbeit am Fallbeispiel: Wie Polizeibeamte Fahreignung und Alkohol auffallen
Mainz (ots)
Einsatzkräfte der Polizei achten im fließenden Verkehr kontinuierlich auf auffälliges Fahrverhalten. Neben kleineren Regelverstößen, die meist ohne Folgen bleiben, gibt es Verhaltensweisen, die auf den Konsum von Drogen oder Alkohol hindeuten - und ein sofortiges Einschreiten erfordern.
Ein solches Fallbeispiel ereignete sich in der vergangenen Nacht in der Mainzer Innenstadt:
Ein Autofahrer fiel einer Streife zunächst durch erheblich überhöhte Geschwindigkeit auf. Überhöhtes Tempo ist häufig ein erstes Anzeichen für eine alkoholbedingte Enthemmung. Während der kurzen Nachfahrt beobachteten die Einsatzkräfte weitere typische Ausfallerscheinungen: Das Fahrzeug fuhr in Schlangenlinien und hielt an einer roten Ampel erst deutlich nach der Haltelinie an. Als die Ampel auf Grün schaltete, blieb der Fahrer noch mehrere Sekunden stehen, bevor er anfuhr.
Diese Auffälligkeiten und die verzögerte Reaktionszeit deuten auf eine alkoholbedingte Dämpfung des zentralen Nervensystems hin. Wahrnehmung, Motorik und Handlungskontrolle sind in diesem Zustand massiv beeinträchtigt.
Polizeibeamte erkennen solche Handlungsmuster oft innerhalb weniger Sekunden. Um Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer rasch zu minimieren, wird in solchen Fällen umgehend eine Verkehrskontrolle durchgeführt.
Auch in diesem Fall stoppte die Streife den Wagen. Bei der Kontrolle wurde starker Alkoholgeruch festgestellt. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 2 Promille. Dem Fahrer wurde auf der Dienststelle eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein wurde sichergestellt und ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB) eingeleitet.
(Hinweis: Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte und des Ermittlungsverfahrens wurden die Personen- und Ortseckdaten für dieses Fallbeispiel neutralisiert.)
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