POL-PPWP: Verkehrsunfallstatistik 2025: Leichter Rückgang der Gesamtunfälle, aber mehr Verletzte und Tote
Westpfalz (ots)
Das Polizeipräsidium Westpfalz hat heute (13. April 2026) die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Zahlen zeigen einen leichten Rückgang der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle, während die Anzahl der Verletzten und Getöteten im Straßenverkehr angestiegen ist.
Im Jahr 2025 registrierte das Polizeipräsidium Westpfalz insgesamt 17.455 Verkehrsunfälle. Dies entspricht einem Rückgang um 0,88 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings stieg die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden um 10,4 Prozent auf 1.477 Fälle. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der verunglückten Personen um 11,2 Prozent. Insgesamt verletzten sich 1.652 Personen leicht, 241 schwer und 19 Menschen starben. Die meisten Getöteten waren Pkw-Insassen.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Risikogruppen. Kinder, junge Fahrende im Alter von 18 bis 24 Jahren sowie Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren waren besonders häufig an Unfällen mit Personenschaden beteiligt. Diese Gruppen stehen daher im Mittelpunkt der Präventionsmaßnahmen der Polizei.
Die Beteiligung von Kindern stieg um 36 Fälle auf 83,7 Prozent. Sie machen einen Anteil von etwa 5,3 Prozent an der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden aus. Die Beteiligung von jungen Fahrenden stieg um 13,3 Prozent. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden beträgt etwa 26,5 Prozent. Junge Fahrende setzten bei dreiviertel (75 Prozent) dieser Verkehrsunfälle die Hauptunfallursache, vorrangig Geschwindigkeit (101 Unfälle) und die Ursachen Abstand (58 Unfälle). Die Zahl der Unfälle, bei denen Seniorinnen und Senioren zu Schaden kamen, stieg um 11,6 Prozent. Die Verkehrsunfälle mit Personenschäden unter Beteiligung Seniorinnen und Senioren machen einen Anteil von etwa 24,1 Prozent an der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden aus.
Die Hauptunfallursachen blieben unverändert: Ungenügender Sicherheitsabstand und nicht angepasste Geschwindigkeit. Bei Unfällen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss verunglückten 37,4 Prozent der Beteiligten. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Flucht blieb nahezu konstant, während die Aufklärungsquote auf 40,7 Prozent stieg.
Um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern, hat das Polizeipräsidium Westpfalz im vergangenen Jahr zahlreiche Präventionsmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählen gezielte Verkehrserziehung für Kinder, Schulungen für Seniorinnen und Senioren sowie spezielle Trainings für motorisierte Zweirad-Fahrende. Im Rahmen von Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen wurden 438.708 Geschwindigkeitsverstöße und 15.926 Abstandsverstöße geahndet. Zudem beteiligte sich die Polizei an europaweiten Kontrollwochen des Netzwerks ROADPOL, um durch verstärkte Präsenz und Aufklärung das Unfallrisiko zu minimieren. Besonders im Fokus standen dabei die Bekämpfung von Ablenkung im Straßenverkehr sowie die Sensibilisierung für die Gefahren von Alkohol und Drogen am Steuer. Die Polizei wird ihre Anstrengungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit weiter verstärken, um die Zahl der Unfälle und insbesondere der schweren Unfallfolgen zu reduzieren.
Anmerkung:
Die Verkehrsunfallstatistik des Polizeipräsidium Westpfalz finden Sie unter https://www.polizei.rlp.de/service/statistiken/verkehrsstatistik auf der Internetseite der Polizei Rheinland-Pfalz. Für die Verkehrsunfallbilanz kann erstmals auf das automatisierte Unfalllagebild in EUSKA zurückgegriffen werden. Die zum 1. Januar 2025 eingeführte elektronische Unfalltypensteckkarte führt zu einer grundlegenden Verbesserung der Datenqualität und Modernisierung der Datenauswertung in der Verkehrsunfallstatistik. Ziel ist eine flexiblere und detailliertere Auswertung des Unfallgeschehens. Mit EUSKA entwickelt sich die Verkehrsunfallauswertung qualitativ weiter. Die verbesserte Datenbasis bildet eine fundierte Grundlage für gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Verkehrssicherheit. |erf
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