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28.03.2019 – 12:16

Zollfahndungsamt Essen

ZOLL-E: Ausgedieselt - Zollfahndung Essen stellt 20.000 l Heizöl wegen Verdachts der Heizölverdieselung sicher und deckt weitere Delikte auf

ZOLL-E: Ausgedieselt
 - Zollfahndung Essen stellt 20.000 l Heizöl wegen Verdachts der Heizölverdieselung sicher und deckt weitere Delikte auf
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Essen / Münster / Recklinghausen / Bielefeld / Dortmund / Gelsenkirchen (ots)

   Ausgedieselt
   - Zollfahndung Essen stellt 20.000 l Heizöl wegen Verdachts der 
     Heizölverdieselung sicher und deckt weitere Delikte auf 

Essen / Münster / Recklinghausen / Bielefeld / Dortmund / Gelsenkirchen

Am 24. März 2019 durchsuchten die Fahnder des Zollfahndungsamtes Essen in Recklinghausen das Betriebsgelände einer Spedition und stellten 20.000 Liter Heizöl sowie 1.500 Euro in bar sicher. Zudem wurden 4 Personen wegen des Verdachtes des illegalen Aufenthaltes und der illegalen Beschäftigung vorläufig festgenommen. Das Zollfahndungsamt Essen, Dienstsitz Münster, ermittelt seit Dezember 2018 im Auftrag des Hauptzollamtes Münster gegen einen 50-jährigen türkischen Staatsangehörigen aus Recklinghausen wegen des Verdachtes der Steuerhinterziehung durch zweckwidrige Verwendung von Heizöl als Kraftstoff in Lastkraftwagen. Bereits im Dezember 2018 waren zwei Fahrer des Unternehmens bei einer Routinekontrolle durch Beamte des Hauptzollamtes Nürnberg mit Heizöl im Lkw-Tank aufgefallen. Auf Anordnung des Amtsgerichtes Münster durchsuchten die Zollfahnder dann am 24.03.19 den Betriebssitz und die Wohnanschrift des 50-jährigen Geschäftsführers. Unterstützt wurden die Fahnder durch Beamte des Hauptzollamtes Bielefeld, Hauptzollamtes Dortmund sowie der Polizei Münster und der Feuerwehr Recklinghausen. Auf dem Gelände wurden zunächst fünf Personen angetroffen, die sich als Fahrer des Betriebes herausstellten. Vier Personen waren türkische Staatsangehörige, deren Schengen-Visa sie allerdings nicht zur Aufnahme einer Beschäftigung berechtigte. Da zudem der Verdacht des illegalen Aufenthaltes bestand, wurden gegen die vier Arbeitnehmer durch die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Gelsenkirchen des Hauptzollamtes Dortmund Strafverfahren eingeleitet. Die vier türkischen Fahrer wurden vorläufig festgenommen und der Ausländerbehörde der Stadt Recklinghausen übergeben. Auch gegen den 50-jährigen Geschäftsführer wurde wegen des Verdachtes der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt ein Strafverfahren eingeleitet.

Auf dem Gelände wurde in sieben von acht Sattelzugmaschinen Heizöl in den Kraft-stofftanks nachgewiesen. Auf zwei Kühlaufliegern und einer Werkstatthalle wurden insgesamt 20 sogenannte "Intermediate Bulk Container" (IBC) mit je 1000 l Fassungsvermögen befüllt mit Heizöl vorgefunden und sichergestellt. Bei dem Beschuldigten wurden 1.500 Euro Bargeld aufgefunden und ebenfalls sichergestellt. Die Fahnder entdeckten außerdem noch einen undichten Kraftstofftank an einer Zug-maschine, aus dem Kraftstoff in das Erdreich sickerte. Das Leck wurde durch die Feu-erwehr Recklinghausen zur Verhinderung möglicher Umweltschäden abgedichtet. Durch die im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen getroffenen Feststellungen konnte bisher ein Steuerschaden in Höhe von ca. 13.500 EUR ermittelt werden. Über die Höhe des durch die zweckwidrige Verwendung von Heizöl als Kraftstoff entstande-nen Gesamtsteuerschadens kann derzeit noch keine abschließende Aussage getroffen werden. Der Beschuldigte verblieb auf freiem Fuß. Die weiteren Ermittlungen werden durch das Zollfahndungsamt Essen, Dienstsitz Münster, im Auftrag des Hauptzollamtes Münster geführt.

Rückfragen bitte an:

Zollfahndungsamt Essen
Pressesprecherin
Heike Sennewald
Telefon: 0201 27963 130
Mobil: 0172/2661381
Fax: 0201 27963 194
E-Mail: pressestelle.essen@zfae.bund.de
www.zoll.de

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