Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein

BPOLI-WEIL: Bundespolizei beendet Schleuserfahrt - zwei Männer in Untersuchungshaft

Weil am Rhein (ots) - Zwei 32 und 50 Jahre alte Männer, die versucht haben, 16 syrische Staatsangehörige ohne erforderliche Dokumente nach Deutschland zu bringen, haben Bundespolizisten am Mittwochmorgen bei einer Kontrolle am Weiler Autobahn-Grenzübergang gestoppt. Die beiden mutmaßlichen Schleuser ägyptischer Herkunft befinden sich in Untersuchungshaft.

Die zwei Fahrzeuge mit italienischer Zulassung, die hintereinander auf der Einreisespur aus der Schweiz in Richtung Deutschland unterwegs waren, gerieten am Mittwoch (19. Juli) gegen 8.30 Uhr in die Kontrolle der Bundespolizei. Im ersten Fahrzeug befanden sich neben dem Fahrer, ein 50-jähriger Ägypter mit Wohnsitz in Italien, sechs syrische Staatsangehörige, die nicht über gültige Einreisedokumente verfügten. Den Van direkt dahinter lenkte ebenfalls ein Ägypter (32), der sich zur Kontrolle ordnungsgemäß ausweisen konnte. Im Fond des Wagens entdeckten die Beamten dann elf weitere syrische Staatsangehörige, darunter vier Kinder.

Die Geschleusten, ein Familienverbund von insgesamt sechs Männern im Alter zwischen 19 und 37 Jahren, vier Frauen (15, 20, 26 und 31 Jahre alt) und sechs Kindern zwischen sieben Monaten und elf Jahren, brachten noch während der Kontrolle ein Asylbegehren vor.

Die beiden Ägypter wurden vorläufig festgenommen und es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ersten Ermittlungen zufolge kam der Kontakt zu den Geschleusten im italienischen Mailand zustande. Ziel war es offenbar, die 16 Personen bis nach Dänemark zu bringen. Die syrische Familie war nach eigenen Aussagen zuvor über Libyen und das Mittelmeer nach Italien geflohen und wollte nun zu Verwandten, die bereits in Dänemark leben. Die Bundespolizei geht nach derzeitigem Stand von einer organisierten Schleusung aus.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lörrach wurden die mutmaßlichen Schleuser am Donnerstag (20. Juli) dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Sie wurden in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Die 16 illegal eingereisten Personen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zur Asylantragstellung an die Landeserstaufnahmeeinrichtung in Karlsruhe weitergeleitet.

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