Das könnte Sie auch interessieren:

HZA-DA: Zoll stellt 100 kg Shisha-Tabak sicher

Darmstadt (ots) - Am Mittwochabend stellten Zöllnerinnen und Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege des ...

POL-PPWP: Wer hat den Tiguan gerammt?

Kaiserslautern (ots) - Die Polizei sucht einen Parkplatz-Rambo, der am Montagabend in der Straße "Am ...

FW-GE: Brand einer Dachterrasse in Ückendorf

Gelsenkirchen (ots) - Am frühen Nachmittag wurde die Feuerwehr Gelsenkirchen zu einer starken Rauchentwicklung ...

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Polizeiinspektion Stralsund

05.04.2019 – 12:16

Polizeiinspektion Stralsund

POL-HST: Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 für den Landkreis Vorpommern-Rügen

POL-HST: Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 für den Landkreis Vorpommern-Rügen
  • Bild-Infos
  • Download

Landkreis V-R (ots)

Am 26.03.2019 stellte der Minister für Inneres und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Berichtsjahr 2018 vor. Das Innenministerium M-V berichtete darüber: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108531/4228383

Ergänzend erfolgen hier nunmehr die Informationen zur Kriminalitätsentwicklung im vergangenen Jahr den Landkreis Vorpommern-Rügen betreffend:

Im Bereich der Polizeiinspektion Stralsund (Landkreis V-R) sind im Berichtsjahr 2018 insgesamt 15.409 Straftaten bekannt und entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Damit sank die Fallzahl erneut, im Vergleich zum Vorjahr 2017 mit insgesamt 15.738 Straftaten um insgesamt 2,1 Prozent. Der Rückgang zeigt sich dabei maßgeblich in der positiven Entwicklung der Diebstahlsdelikte (Rückgang um 480 Fälle gesamt zum Vorjahr), aber auch in den Straftatenhauptgruppen der Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit, bei den Straftaten gegen das Leben sowie in den strafrechtlichen Nebengesetzen. Anstiege der Fallzahlen gibt es hingegen bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, den Vermögens- und Fälschungsdelikten (hier im Wesentlichen im Bereich des Betruges) sowie minimal in den sonstigen Straftatbeständen des Strafgesetzbuches (siehe hierzu Anlage 1).

Bei der gesonderten Betrachtung der angestiegenen Fallzahlen im Kriminalitätsbereich der sexuellen Selbstbestimmung erklärte bereits der Innenminister Lorenz Caffier, dass die Steigerung auch auf die Änderungen des Strafrechts und auf das erhöhte Anzeigeverhalten zurückzuführen ist. So wurden für das vergangene Jahr landesweit deutlich mehr Verhaltensweisen eindeutig als Sexualdelikt in der PKS erfasst, als bisher. Maßgelblich sind dabei die Fälle der sexuellen Belästigung zu nennen, die bislang immer unter der Straftatengruppe der sonstigen Straftaten als Beleidigungsdelikt registriert wurden.

Bei den Wohnungseinbruchsdiebstählen sank die Gesamtzahl an Fällen für den Berichtszeitraum 2018 erneut im Vergleich zum Vorjahr (2017: 153). Dieser rückläufige Trend zeigt sich bereits seit ein paar Jahren. Mit insgesamt 145 registrierten Straftaten verzeichnete die Polizeiinspektion Stralsund damit den niedrigsten Stand seit 2011. Bei den darunter gesondert betrachteten Tageswohnungseinbrüchen (Tatzeit von 06:00 Uhr bis 21:00 Uhr) im Bereich des Landkreises Vorpommern-Rügen ist für das letzte Jahr hingegen ein Anstieg um 10,4 Prozent festzustellen. So wurden 2018 von insgesamt 145 erfassten Wohnungseinbruchsdiebstählen 74 Tageswohnungseinbrüche registriert (2017: 67 Fälle). Positiv ist in diesem Zusammenhang hervorzuheben, dass die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle der Polizeiinspektion Stralsund immer öfter zu Beratungen zum Thema Einbruchschutz bei Firmen oder auch Privatleuten herangezogen wird. Über die Möglichkeiten eines effektiven Einbruchschutzes informiert auf Wunsch auch direkt vor Ort Kriminalhauptkommissar Karsten Block. Termine für eine unverbindliche Beratung können unter der Telefonnummer 03831 245-238 bzw. per Mail karsten.block@polmv.de vereinbart werden.

Im Kriminalitätsbereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte sind die Fallzahlen im Vorjahr leicht um 33 Fälle auf insgesamt 2.485 Straftaten angestiegen. Die darunter fallenden Betrugsstraftaten stiegen ebenfalls um 4,5 Prozent auf insgesamt 1.865 Fälle. Insbesondere die Betrugsmaschen des sogenannten Enkeltricks, Gewinnversprechens, falschen Polizisten usw. bilden einen großen Bereich innerhalb der Betrugsdelikte, werden jedoch nicht gesondert in der Statistik aufgeführt.

Die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz - im Wesentlichen der Besitz von Betäubungsmitteln - bilden im Bereich der strafrechtlichen Nebengesetze den größten Anteil der registrierten Straftaten. Diese werden insbesondere durch (Verkehrs-) Kontrollen festgestellt. So verzeichnete die Polizeiinspektion Stralsund im vergangenen Jahr insgesamt 936 Straftaten (2017: 1.006 Fälle).

Die Polizeiinspektion Stralsund konnte für den Landkreis Vorpommern-Rügen erneut eine hohe Aufklärungsquote erzielen. Diese liegt seit 2004 stetig über 60 % und konnte im vergangenen Berichtsjahr geringfügig zum Vorjahresniveau auf 63,8 Prozent gesteigert werden. Im Jahr 2017 betrug die Aufklärungsquote 63,5 %.

Die Anzahl der ermittelten Tatverdächtigen wird für den Landkreis Vorpommern-Rügen, ohne Berücksichtigung der aufenthaltsrechtlichen Straftaten, im Jahr 2018 mit insgesamt 6.238 und damit 6,5% weniger als im Vorjahr (2017: 6.672) beziffert. Entgegen des rückläufigen Trends der Fallzahlen und der ermittelten Tatverdächtigen sowohl im Landkreis als auch im Bundesland, entwickelte sich die Anzahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen im Bereich der Polizeiinspektion Stralsund. Diese stieg für den Landkreis Vorpommern-Rügen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum minimal um einen Fall auf insgesamt 692 an. Prozentual betrachtet sind somit von insgesamt 9.717 aufgeklärten Fällen, ohne Berücksichtigung der aufenthaltsrechtlichen Straftaten, 90,3 % der ermittelten Straftäter deutsche und 9,7% nicht deutsche Tatverdächtige. Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen sind seit 2014 diejenigen mit syrischer, polnischer und rumänischer Herkunft die am häufigsten ermittelten Tatverdächtigen.

Für eventuelle Fragen steht die Pressestelle der Polizeiinspektion Stralsund unter den bekannten Erreichbarkeiten zur Verfügung.

Rückfragen von Medienvertretern bitte an:

Polizeiinspektion Stralsund
Öffentlichkeitsarbeit
Stefanie Peter
Telefon: 03831/245 204
E-Mail: pressestelle-pi.stralsund@polizei.mv-regierung.de
Internet: http://www.polizei.mvnet.de
Twitter: https://twitter.com/Polizei_HST
Facebook: https://www.facebook.com/PolizeiStralsund

Original-Content von: Polizeiinspektion Stralsund, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Polizeiinspektion Stralsund