terre des hommes Deutschland e.V.

Weltkindergipfel in New York
terre des hommes fordert wirksamen Aktionsplan zum Schutz von Kindern
Kinderhilfswerk kritisiert Position der USA

    Osnabrück (ots) - Anlässlich des heute beginnenden 2.
UN-Weltkindergipfels hat das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk
terre des hommes wirksame Schritte zur Umsetzung der
UN-Kinderrechtskonvention gefordert. Der Weltkindergipfel wird sich
noch bis zum 10. Mai 2002 mit der Situation der Kinder in der Welt
befassen. Geplant ist die Verabschiedung eines Aktionsplanes, mit dem
der Schutz von Kindern vor Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch
verbessert werden soll. Darüber hinaus sollen Maßnahmen zur
Verbesserung in den Bereichen Gesundheit und Bildung sowie bei der
AIDS-Bekämpfung beschlossen werden. Bereits im Vorfeld haben einige
Staaten ihren Widerstand gegen einzelne Punkte des Abschlussdokuments
angekündigt. terre des hommes kritisiert in diesem Zusammenhang die
Haltung der USA, die jeden Bezug der Abschlusserklärung auf die
UN-Kinderrechtkonvention verhindern wollen. Bis auf die USA und
Somalia haben bisher alle UN-Mitgliedsstaaten diese Konvention
unterzeichnet. »Es darf nicht sein, dass das Abschlussdokument hinter
dem zurückbleibt, was an umfangreichen Schutzrechten in der
UN-Kinderrechtskonvention verankert ist«, sagte terre des
hommes-Sprecher Michael Heuer in Osnabrück. Nach Auffassung des
Kinderhilfswerks muss vielmehr die Kinderrechtskonvention als
völkerrechtlich verbindliches Dokument Grundlage aller Maßnahmen
sein, die die Teilnehmerstaaten in New York zur Verbesserung der
Lebenssituation von Kindern beschließen.
    
    Ein Kritikpunkt der USA bezieht sich auf das Verbot der
Todesstrafe für jugendliche Täter, wie es in der Konvention gefordert
wird. Gemeinsam mit einigen islamischen Staaten kritisieren die USA
außerdem die Verpflichtung, Kindern und Jugendlichen Informationen
über Sexualität zu ermöglichen, um sie damit vor ungewollten
Schwangerschaften und Krankheiten wie AIDS zu schützen. Diese Staaten
befürchten, dass damit Abtreibungen Vorschub geleistet werde.
    
    terre des hommes erwartet vom Gipfel in New York konkrete
Beschlüsse und überprüfbare Ziele für den Schutz von Kindern. »Es
wäre fatal«, so Heuer, »wenn der Gipfel ohne einen Aktionsplan mit
verbindlichen Schritten für die kommenden zehn Jahre zu Ende ginge.«
    
    verantwortlich: terre des hommes-Pressesereferat
    
    Hinweis: Ein terre des hommes-Mitarbeiter befindet sich zurzeit in
New York. Auf Wunsch vermitteln wir gern Telefoninterviews.
    
    
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Für Rückfragen:
Michael Heuer,
Telefon: 05 41/71 01-145.

Weitere Informationen zum Weltkindergipfel finden Sie unter
www.tdh.de/Kindergipfel.

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