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Böhmer: Forschungsstandort Deutschland droht Anschluss zu verlieren

    Berlin (ots) - Zum Interview des Präsidenten der
Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Hubert Markl, in der "Welt" vom
13.12.2000 "Deutschland laufen die Wissenschaftler weg" erklärt die
Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr.
Maria Böhmer MdB:      

    Der Befund des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Prof.
Hubert Markl, der Erhalt internationaler Spitzenforschung,
exzellenter Forschungseinrichtungen und konkurrenzfähiger Bezahlung
hochqualifizierter Forscher in der Bundesrepublik Deutschland werde
immer schwieriger, ist alarmierend. Während die Etats vergleichbarer
Einrichtungen in den Vereinigten Staaten im kommenden Jahr um 14
Prozent, in Großbritannien um 7 Prozent und in Frankreich um 5
Prozent steigen werden, wird der Etat der Max-Planck-Gesellschaft im
kommenden Jahr statt wie in den vergangenen Jahren um 5 Prozent im
Jahr 2001 lediglich um 3 Prozent aufgestockt. Allein der Etatzuwachs
des National Institutes of Health in den USA wird im Jahre 2001 im
Volumen größer sein als der gesamte Jahreshaushalt der
Max-Planck-Gesellschaft.
    
    Mit dem Namen Max Planck verbindet sich die Vorstellung einer
deutschen Vorreiterrolle in der Welt in Forschung und Lehre. Dieser
Anspruch Deutschlands ist zunehmend gefährdet. Deutschland droht im
globalen Wettbewerb um die besten Rahmenbedingungen und die besten
Köpfe in Forschung und Lehre zurückzufallen. Die von Prof. Markl
geschilderten dramatischen Entwicklungen machen deutlich: Der
Handlungsbedarf ist groß. Die Bundesregierung ist aufgefordert, die
erheblichen Sorgen um den Forschungsstandort Deutschland sehr ernst
zu nehmen. Im Interesse des Forschungsstandorts Deutschland im
globalen Wettbewerb müssen die finanziellen und personellen
Ressourcen deutlich erhöht sowie die Rahmenbedingungen für Forschung
und Entwicklung in der Bundesrepublik verbessert werden. Ohne eine
international konkurrenzfähige Forschungslandschaft und
hochqualifizierte Forscher werden wir den sozialen Frieden und den
Wohlstand für alle auf Dauer nicht sichern können. Deutschland muss
international wieder eine Spitzenposition in der Forschung einnehmen.
    
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