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Fromme: "Anonyma" thematisiert Massenvergewaltigungen 1945 erstmals als Spielfilm - Uni Greifswald befragt Opfer

    Berlin (ots) - Anlässlich des morgen bundesweit in den Kinos anlaufenden Spielfilms "Anonyma" erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jochen-Konrad Fromme MdB:

    Erstmals wird das Phänomen der Massenvergewaltigungen am Ende des Zweiten Weltkrieges in einem deutschen Spielfilm thematisiert, der auf dem Erfolgsbuch "Anonyma" basiert. Damit werden - 63 Jahre nach Kriegsende -  Schicksal und Scham der Hundertausenden von betroffenen Frauen in der gesamtdeutschen Öffentlichkeit wahrgenommen und anerkannt.

    Der Film stützt sich auf die Tagebuchaufzeichnungen von Marta Hiller, die bis zu ihrem Tod 2001 als Autorin anonym gebliebenen war. Die ehemalige Berliner Journalistin ist die einzige Frau, welche aus eigenem Erleben über die bis heute überwiegend tabuisierten Vergewaltigungen deutscher Frauen durch Soldaten der Roten Armee 1945 berichtet hat. In der sowjetischen Besatzungszone waren Schändungen von Frauen bis 1947 alltägliche Realität. Historiker gehen von bis zu zwei Millionen Opfern, darunter auch Kinder und Greisinnen, aus.

    Ihr Tagebuch stellt deshalb ein einzigartiges historisches Dokument dar, das weltweit Aufsehen erregte und nach seiner deutschen Neuauflage im Jahre 2003 alle Bestsellerlisten stürmte. Es ist daher überfällig, nach dem Filmstart eine bisher fehlende historisch-kritische Ausgabe des Tagebuches zu veröffentlichen!

    Die Universität Greifswald startet jetzt eine großangelegte Studie mit Frauen aus Vorpommern, Mecklenburg und Berlin-Brandenburg, die Opfer von Kriegsvergewaltigungen wurden. Ziel der Untersuchung ist es, die psychischen Spätfolgen betroffener Frauen besser beurteilen zu können und geeignete Behandlungsmethoden zu entwickeln. Interessierte Frauen können sich über das Studienhandy 0176- 87254306 für eine Befragung anmelden.

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