Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT)

Musterprozess gegen die DFL in Hamburg
Keine Lizenzgebühren für die Hörfunkberichterstattung!

    Bonn/Hamburg (ots) - Im Prozess gegen die Deutsche Fußball-Liga
(DFL) und die Hamburger Erstliga-Fußballvereine mit dem anstehenden
Verhandlungstermin vor dem Landgericht Hamburg am 27. Februar,
bekräftigt der VPRT-Fachbereich Hörfunk seine Unterstützung für den
klagenden Sender Radio Hamburg. In diesem Prozess geht es um eine
Klage, die Radio Hamburg gegen die Fußballvereine HSV und St. Pauli
und gegen die DFL eingereicht hat, durch die festgestellt werden
soll, dass  keine Rechte für die live- und/oder sonstige
Berichterstattung im Hörfunk (Hörfunkrechte) an den jeweiligen
Spielen bestehen.
    
    "Am kommenden Mittwoch richtet sich die Aufmerksamkeit aller
privaten Hörfunkanbieter auf den Prozess in Hamburg", so Wilfried
Sorge, Vorsitzender des Fachbereichs Hörfunk und Vizepräsident des
VPRT. "Für die privaten Hörfunksender ist dieser Prozess von
zentraler Bedeutung. Gerade bei der Fußballberichterstattung direkt
aus dem Stadion haben wir eine treue und interessierte Hörerschaft."
Der Fachbereich Hörfunk des VPRT sieht durch die Verpflichtung zur
Zahlung von Lizenzentgelten, verbunden mit der Vorgabe, was zu
welchem Zeitpunkt und wie lange gesendet wird, unter anderem die
grundgesetzlich verankerte Rundfunkfreiheit verletzt. "Die Sender
müssen die Möglichkeit zur unabhängigen Berichterstattung haben, um
Zuhörer bestmöglich informieren zu können", so Sorge weiter.
    
    "Der Fachbereich Hörfunk des VPRT unterstützt Radio Hamburg in
jeder Hinsicht darin, die strittige Rechtefrage gerichtlich zu
klären. Darüber freuen wir uns, denn wir führen den Musterprozess im
Interesse aller privaten Radiosender Deutschlands", so Bertram
Schwarz, Geschäftsführer von Radio Hamburg.
    
    Die DFL fordert seit langem Lizenzentgelte von den privaten
Radiosendern. Die Sender, die aufgrund dieser Ungleichbehandlung mit
den Kollegen der Zeitungen nicht bezahlen wollen, bekommen keinen
Zugang zu den Berichterstatterplätzen im Stadion und können deshalb
keine Beiträge senden. Da auch bei Verhandlungsgesprächen mit der DFL
keine Einigung erfolgte, hat sich der Fachbereich Hörfunk des VPRT
entschlossen, Radio Hamburg vor dem Landgericht zu unterstützen.
    
ots Originaltext: VPRT Verband Privater Rundfunk und
Telekommunikation e.V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Für Rückfragen:
Stefan Kühler,
Tel.: 0228-93450 31,
Handy 0172-2525195,
Email: kuehler@vprt.de

Original-Content von: Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT), übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT)

Das könnte Sie auch interessieren: