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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zum Thema Sicherheit bei Luftfracht

Bielefeld (ots) - Wenn Extremisten Sprengstoffpakete sogar bis ins Kanzleramt schicken können, wird ein Fünf-Punkte-Plan nicht ausreichen. Aber immerhin, der deutsche Innenminister sieht ein, dass es große Lücken im Sicherheitssystem gibt. Ein Blick in das Konzept des Ministers macht deutlich, dass seine Vorschläge bei weitem nicht ausreichend sind. Wenn es eine schwarze Liste mit Flughäfen gibt, auf denen die Luftfracht nur unzureichend kontrolliert wird, weichen potentielle Terroristen auf andere Wege aus. Und wie sind verdächtige Pakete überhaupt zu erkennen? Nicht immer sind es Druckerpatronen, die an eine jüdische Institution in die USA geschickt werden. Beim nächsten Mal kann es ein Buch sein, in dem Sprengstoff versteckt ist. Millionen von Paketen werden täglich durch die Welt geschickt. Sie können nicht alle nach gefährlichem Inhalt durchsucht werden. Wem das zu unsicher ist, muss sich über die Konsequenzen im Klaren sein: Der freie Warenverkehr kann zum Erliegen kommen, die Kosten werden unüberschaubar. Wir müssen uns wohl leider daran gewöhnen, dass ein Restrisiko immer bleiben wird.

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