BGA Bundesverb. Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.

BGA: Großhandelsumsätze brechen weiter ein

    Berlin (ots) - "Die Großhandelskonjunktur ist im ersten Quartal
diesen Jahres weit hinter unseren Erwartungen zurück geblieben. Bis
heute gibt es kaum Anzeichen für einen bevorstehenden
Wirtschaftsaufschwung." Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des
Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), in Berlin
im Zusammenhang mit den heute veröffentlichten Großhandelszahlen des
Statistischen Bundesamtes. Zugleich wies er die Behauptung des
Bundesfinanzministers zurück, der Handel habe sich seine Konjunktur
selbst kaputtgemacht. "Hätten wir die Chance, das Konjunkturklima
hoch zu reden, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt. Die sich nur
langsam erholende Weltkonjunktur, ausbleibende wirtschafts- und
sozialpolitische Reformen und strukturelle Defizite in Deutschland
drücken nicht nur auf unser Gemüt sondern vor allem auf unsere
Umsätze", sagte Börner. Angesichts sinkender Arbeitsproduktivität und
rückläufiger Umsatzzahlen sei in diesem Jahr mit einem weiteren
Stellenabbau im Großhandel zu rechnen. "Sollten uns darüber hinaus
steigende Lohnkosten überfordern, sehe ich für dieses Jahr schwarz",
erklärte Börner. Nur eine moderate Lohnpolitik der Tarifparteien, ein
flexibleres Arbeitsrecht und sinkende Sozialkosten könnten
mittelfristig diesen Trend umkehren.
    
    Nach einem Umsatzminus von jeweils rund fünf Prozent in den
Monaten Januar und Februar sind die Großhandelsumsätze im März real
um 7,4 Prozent eingebrochen. Die Großhandelsumsätze waren bereits im
vergangenen Jahr um 3,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2000 auf rund 577
Milliarden Euro zurückgegangen.
    
    Im März 2002 sei nach den aktuellen Zahlen des Statistischen
Bundesamtes nur der Großhandel im Konsumgüterbereich wie mit
Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren nominal und real höher als
im März 2001 (nominal + 3,1 Prozent, real + 1,3 Prozent). Die anderen
Branchen des Großhandels blieben nominal und real unter den
Umsatzwerten des Vorjahresmonats. Der wichtige
Investitionsgüterbereich nehme dagegen stark ab, so der Großhandel
mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern (nominal - 7,1 Prozent, real -
6,4 Prozent), der Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren, Altmaterial
und Reststoffen (nominal - 10,8 Prozent, real - 9,9 Prozent) und der
Großhandel mit Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör (nominal - 16,1
Prozent, real - 17,0 Prozent).
    
    
ots Originaltext: BGA
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