BGA Bundesverb. Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.

BGA: Deutsche Exporte in die EU-Länder stark zurückgegangen

    Berlin (ots) - "Die Konjunktur in Europa, unserem wichtigsten
Absatzmarkt, hat sich für den deutschen Außenhandel spürbar
abgekühlt. Der deutsche Außenhandel muss sich in einem zunehmend
schwierigeren Umfeld behaupten", erklärte der Präsident des
Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Anton F.
Börner, zu den Mai-Daten des Statistischen Bundesamtes heute in
Berlin.
    
    "In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben wir im Mai
2001 Waren im Wert von 57,6 Mrd. DM ausgeführt. Gegenüber dem
Vorjahresmonat stiegen die Exporte in die EU-Länder damit lediglich
um 0,7 %."
    
    Zuvor hatte das Statistische Bundesamt die neuesten Zahlen zum
Außenhandel bekanntgegeben. Demnach wurden im Mai 2001 von
Deutschland Waren im Wert von 106,9 Mrd. DM (54,7 Mrd. Euro)
ausgeführt und Waren im Wert von 92,1 Mrd. DM (47,1 Mrd. Euro)
eingeführt. Die deutschen Ausfuhren lagen damit im Mai 2001 um 4,8 %
höher und die Einfuhren um 1,5 % niedriger als im Mai 2000. Die
Außenhandelsbilanz schloss im Mai 2001 mit einem Überschuss von 14,8
Mrd. DM (7,6 Mrd. Euro) ab.
    
    "Der passable Außenhandelsüberschuss erklärt sich allein aufgrund
der nach wie vor guten Absatzzahlen in unseren Überseemärkten,
insbesondere den USA. Momentan profitieren wir noch von den
Auftragseingängen des ersten Quartals 2001. Es ist aber mit einem
weiteren Rückgang der Absatzzahlen im Zuge der ebenfalls
nachlassenden amerikanischen Binnennachfrage zu rechnen", so Börner
weiter.
    
    Die BGA-Konjunkturprognose wollte Börner aber nicht weiter nach
unten korrigieren: "Wir rechnen mit einem Wirtschaftswachstum von
unter 2 Prozent. Entscheidend sind jetzt endlich mutige Maßnahmen zur
Belebung der Konjunktur. Die Deregulierung der Arbeitsmarkt- und
Sozialsysteme wird viel zu zögerlich angegangen. Auch muss es bei der
im November in Katar stattfindenden neuen Welthandelsrunde zu
substantiellen Liberalisierungsfortschritten für den Welthandel
kommen. Eine Festung Europa, die Agrarprodukte aus
Entwicklungsländern fernhält, darf es nicht weiter geben.      Ebenso
gehören die Themen "Öffnung der Arbeitsmärkte" und "staatliche
Deregulierung" auf die Agenda", so Börner weiter.
    
ots Originaltext: BGA
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Ansprechpartner:
Dirk Falke
Außenwirtschaftsabteilung
Tel.: 030/59 00 99 594
Fax:  030/59 00 99 519

Original-Content von: BGA Bundesverb. Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: BGA Bundesverb. Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.

Das könnte Sie auch interessieren: