Jahreszeiten Verlag, FÜR SIE

Psychologen: Wer eifersüchtig ist, muss sich deswegen nicht schämen
Schutzmechanismus für die Paarbeziehung

Hamburg (ots) - Eifersüchtige müssen sich ihrer Gefühle nicht schämen. Die Zeitschrift FÜR SIE berichtet in ihrer jüngsten Ausgabe, Psychologie-Professor David Buss von der Universität Austin (USA) sehe in der "dunklen Schwester der Liebe" durchaus einen Sinn. Die Eifersucht habe sich im Laufe der Entwicklungsgeschichte des Menschen "in enger Symbiose mit der Liebe" als wirksamer Schutzmechanismus für die Paarbeziehung herausgebildet. Sie sei ursprünglich als Verteidigung gegen die Bedrohung durch Untreue und Verlassenwerden entstanden. "Dies zu wissen, kann uns die gefühlsmäßige Weisheit geben, damit umzugehen", sagt Buss. Eifersucht kann nach Überzeugung des Wissenschaftlers "Beziehungen bereichern, Leidenschaft entfachen". Die völlige Abwesenheit von Eifersucht sei ein bedenkliches Zeichen, weil sie "emotionalen Bankrott" anzeige. "Ein Stück Eifersucht zeigt mir, dass in der Partnerschaft alles in Ordnung ist", meint die Hamburger Diplompsychologin Cora Besser-Siegmund. Es sei völlig normal und gesund, "dass man den Menschen behalten möchte, den man liebt". Wenn man diese Eifersucht nicht empfinde, wäre die Beziehung auch keine Liebesbeziehung. Die Therapeutin hält nicht viel davon, Eifersucht zu unterdrücken und dem Partner zu verschweigen. "Es gibt viele Leute, die still vor sich hin leiden, die sich lieber die Zunge abbeißen würden als zuzugeben, dass sie eifersüchtig sind", berichtet sie. Verbergen könne man dieses Gefühl sowieso nicht. Es komme unweigerlich an anderer Stelle heraus. Die Psychologin rät, sich zu überlegen, wie man seinem Partner das Gefühl mitteilt. "Man muss ja nicht kreischend, tobend, vorwurfsvoll seinem Gefühl Luft machen." Stattdessen empfiehlt sie, dem Partner zu sagen: "Du, tut mir leid, aber ich bin jetzt ein bisschen eifersüchtig, ich komme nicht dagegen an." Dann habe dieser eine Chance, darauf einzugehen. Er könnte dann sogar helfen, die Eifersucht zu überwinden. Gefährlich wird es nach Überzeugung von Cora Besser-Siegmund, wenn die Eifersucht in der Beziehung überwiegt, "wenn dauernd oder nur noch Misstrauen herrscht und die Freiheit des Einzelnen stark eingeschränkt, ihm gar genommen wird". Es komme dann dazu, dass bald gar kein positives Gefühl füreinander mehr übrig bleibt. Diese Meldung ist unter Quellenangabe FÜR SIE zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: Für Sie Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Media Consulting Jörg Mandt Tel.: 040 / 80 80 347-10 E-Mail: jmandt1@aol.com Original-Content von: Jahreszeiten Verlag, FÜR SIE, übermittelt durch news aktuell

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