ASB-Bundesverband

Tschetschenien/Inguschetien
Flüchtlingskinder leiden unter Mangelversorgung
ASB und CARE liefern Baby- und Kindernahrung

Köln (ots) - Heute beginnt die Verteilung von Baby- und Kindernahrung an insgesamt 5.600 Flüchtlingsfamilien in Tschetschenien und dem benachbarten Inguschetien. Gemeinsam liefern ASB und CARE 10.600 Kartons mit je 3,6 kg Lebensmitteln an die Flüchtlinge. Die Verteilung vor Ort leitet ein ASB-Mitarbeiter. "Die Menschen hausen in den Flüchtlingslagern unter erbärmlichen Bedingungen", beschreibt der Leiter der ASB-Auslandshilfe, Dr. Stefan Sandbrink, die Situation vor Ort. "Es fehlt an Lebensmitteln, Bekleidung, Hygieneartikeln und Trinkwasser. Wie immer leiden am meisten die Kinder unter diesem Mangel und sind extrem anfällig für Krankheiten." Die Lieferung der vitamin- und mineralstoffreichen Kindernahrung im Wert von 184.000 EUR stellt für die nächsten drei Monate eine wichtige Ernährungs-ergänzung dar. In Tschetschenien erhalten 4.200 Familien in den Ortschaften Assinovskaja und Sernovodsk im Norden des Landes die Nahrungsmittel. Ein kleiner Teil der Lieferung geht an privat untergebrachte Flüchtlingsfamilien in der Stadt Znamenskoje. In dieser Region leben rund 15.000 Flüchtlinge, davon rund 7.000 Kinder. In Inguschetien wird die Kindernahrung an 1.400 Familien im Flüchtlingslager Yukon und Umgebung verteilt. Seit der Bombardierung Grosnys 1999 sind mehr als 350.000 Tschetschenen auf der Flucht. Rund 200.000 Menschen leben in tschetschenischen Flüchtlingslagern, etwa 150.000 Menschen sind ins benachbarte Inguschetien geflohen. In beiden Ländern ist die Situation für die Flüchtlinge katastrophal. Die Versorgung der Flüchtlinge stellt für beide Länder eine nicht zu bewältigende Belastung dar. Der ASB engagiert sich bereits seit mehreren Jahren mit verschiedenen Projekten für die tschetschenischen Flüchtlinge in Inguschetien. Eines der Hauptziele ist die Versorgung von Kindern und kinderreichen Familien. ots Originaltext: ASB Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Kontakt für Interviewanfragen und weitere Informationen: ASB-Pressestelle, Tel. 0221/47605-296, -224, Fax: -297 ASB im Internet: http://www.asb-online.de Original-Content von: ASB-Bundesverband, übermittelt durch news aktuell

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