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BDI zur Atomgesetznovelle: Falsche Weichenstellung

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    Berlin (ots) - Mit dem in der Atomgesetznovelle verfolgten Ziel,
die Kernenergienutzung in Deutschland nach und nach zu beenden,
würden die Weichen für die zukünftige Energieversorgung falsch
gestellt. Darauf wies der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI)
anlässlich der vom Bundesumweltministerium durchgeführten Anhörung
zur Atomgesetznovelle hin. BDI-Hauptgeschäftsführer Ludolf v.
Wartenberg: "Sowohl ökonomische als auch ökologische Gründe sprechen
dafür, die Option Kernenergie in Deutschland zu erhalten."
    
    Mit der Atomgesetznovelle soll die Vereinbarung zwischen
Bundesregierung und Energiekonzernen über die Befristung und den
politisch ungestörten Betrieb der bestehenden Kraftwerke als ein
vertretbarer Kompromiss umgesetzt werden. Zusätzlich soll der
politische Beschluss der Regierungskoalition von SPD und Bündnis
90/Die Grünen zur Beendigung der Kernenergienutzung gesetzlich
verankert werden.
    
    Derzeit deckten die Kernkraftwerke kostengünstig mehr als 50
Prozent des Grundlastbedarfs, so der BDI. Grundlastversorgung sei die
Stromversorgung rund um die Uhr, auf die vor allem die
stromintensiven Bereiche der Industrie angewiesen seien. Dieser
Grundlastbedarf könne weder durch regenerative Energien noch durch
Kraft-Wärme-Kopplung ausgeglichen werden. Offen sei auch, durch
welche Alternativen der derzeitige Beitrag der Kernenergie zur
CO-2-Vermeidung in Höhe von bis zu 150 Millionen Tonnen pro Jahr
ersetzt werden könne. Bedingt durch politische Lasten seien im
letzten Jahr die Strompreise für die Industrie in Deutschland je nach
Abnahmefall um 11 bis 21 Prozent gestiegen. Das sei eine dramatische
Kehrtwende. Der Kernenergieausstieg werde die Stromversorgung weiter
verteuern, befürchtet der BDI.
    
    
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