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Neues Deutschland: zu Kanzlerin Merkel und die Konjunktur

    Berlin (ots) - Das von Alt-Kanzler Kohl abgeguckte Aussitzen missliebiger Probleme will Angela Merkel diesmal nicht weiterhelfen. Nicht nur in der Union wollen die Rufe nach mehr Finanzhilfen und größerem Tempo im Krisenmanagement nicht verstummen. Auch Wirtschaftsexperten sehen im bisherigen Konjunkturpaket der Regierung nur einen ersten Schritt. Und Sarkozy und Brown übten gestern den Schulterschluss, um Merkel beim EU-Gipfel am Wochenende richtig in die Klemme nehmen zu können. Die Kanzlerin ist in wenig beneidenswerter Lage. Egal, ob ihre Politik der ruhigen Hand sich dereinst als richtig oder falsch erweisen wird  - der Eindruck der Zögerlichkeit ist schwer auszuräumen. Und macht es einer in den Wahlkampf startenden Kandidatin nicht eben leichter. Auch der Schwenk bei einem ihrer bisherigen Lieblingsthemen schadet nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch der Glaubwürdigkeit der Regierungschefin. Merkel hat sich zu früh zur Meisterin der Haushaltskonsolidierung stilisiert - und sieht angesichts der realen Lage dieses Thema für die Werbung ihrer selbst ausfallen. Ob die Wahlkampfstrategen allerdings bis Anfang 2009 schon eine neue Merkel-Show gebastelt haben, ist fraglich. Denn den Part der entschlossenen Krisenmanagerin hat sie vermutlich tatsächlich bereits verspielt.

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