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Neue OZ: Kommentar zu Opel
General Motors

Osnabrück (ots) - Gute Nachricht

Vollbremsung und Wende mit qualmenden Reifen: General Motors (GM) will Opel plötzlich alleine sanieren und stoppt alle Anträge auf Staats-bürgschaften. Das ist aus einer Reihe von Gründen eine gute Nachricht.

Erstens war nicht einzusehen, dass deutsche Steuerzahler einem US-Konzern unter die Arme greifen sollten, der längst wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt ist. Zweitens werden Wettbewerbsverzerrungen zulasten anderer Autobauer vermieden. Und drittens kommt jetzt hoffentlich endlich Bewegung in die Sanierung von Opel, nachdem man anderthalb Jahre lang um staatliche Hilfen gepokert hat - eine quälend lange Phase der Unsicherheit.

Der neue Kurs von GM ist überdies ein Signal für eine neue wirtschaftliche Phase. Nachdem in der Weltwirtschaftskrise massive staatliche Interventionen nötig waren, sind nun immer mehr Firmen in der Lage, wieder allein klarzukommen. Das Engagement des Staates kann und muss dementsprechend reduziert werden. Rainer Brüderle hat das richtig erkannt und darf sich durch die Kehrtwende bei Opel bestätigt fühlen.

Zugleich ist die Entwicklung Mahnung, sich nicht erpressen zu lassen. Allzu leicht sind Politiker unter dem Druck von Wirtschaft und Öffentlichkeit bereit, Hilfen zu gewähren. Wie peinlich, wenn sich dann herausstellt, dass es auch ohne Staatsmittel geht.

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