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Lausitzer Rundschau: Energieerzeuger will bis zu 1500Arbeitsplätze abbauen

    Cottbus (ots) - Die neuesten Nachrichten aus dem Hause Vattenfall sollten aufhorchen lassen. Denn die Botschaft ist eindeutig. Der Energiekonzern trifft seine Entscheidungen ohne allzu große Rücksicht auf örtliche Empfindlichkeiten. Der Schwund an Arbeitsplätzen folgt einer anderen Logik. Und er konfrontiert die Region mit der Frage, inwieweit sie sich darauf verlassen sollte, dass alles schon wie gewohnt weitergeht. Das Beispiel Campina hat gezeigt, dass sich große Konzerne nicht ausrechnen lassen. Für Vattenfall gilt dies in ganz besonderem Maß. Sein scheidender Chef Lars Josefsson hat jüngst gesagt, dass die Braunkohleverstromung zur deutschen Energiepolitik, nicht aber zur Bewusstseinslage schwedischer Bürger passt. Die allerdings sind die Eigentümer des Konzerns. Man stelle sich einmal eine Delegation der Vattenfall-Beschäftigten vor, die dem Beispiel der Milchverwerter aus Herzberg folgend in Stockholm bei Königin Sylvia für weitere Umsiedlungen der Tagebaue wegen kämpft. Das wäre ein sinnloses Unterfangen. Die Lausitz muss sich mit dem Undenkbaren beschäftigen - sich als Region denken, in der Vattenfalls Rolle stetig kleiner werden kann.

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